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Restkostenabsicherung für Beamtenkinder (Dienstherr Nordrhein-Westfalen)

Was ist eine Restkostenabsicherung?

Die Restkostenversicherung ist eine private Zusatzversicherung. Diese deckt einen Teil der Kosten für die medizinische Behandlung Eures Kindes ab, die nicht durch die Rückerstattung abgedeckt sind.

Solch eine Zusatzversicherung kann von den Begünstigten, wie z.B. Berufssoldaten, Richtern oder Beamten, abgeschlossen werden. Aus diesem Grund wird der Satz für diese Versicherung oft auch als Hilfekostensatz oder Hilfszulagensatz bezeichnet. Diese Versicherung übernimmt für den Versicherten und seine mitversicherten Familienmitglieder einen Teil der Kosten für medizinisch notwendige Leistungen, die nicht durch die Rückerstattung abgedeckt sind. Dies liegt daran, dass je nach Bundesland nur die Kosten bis zu 80% oder 70% für die Ehepartner durch die Rückerstattung abgedeckt sind.

Mit einer Restkostenversicherung kann beispielsweise sichergestellt werden, dass man keine Eigenbeteiligung leisten muss, sondern die Zusatzversicherung die volle medizinisch notwendige Behandlung erstattet. Je nach Tarif kann die Restkostenversicherung ambulante und klinische Behandlung oder Zahnbehandlung abdecken.

Die Problemstellung

Das Problem schien erst einmal sehr harmlos zu sein. Denn in dem U-Heft des Neugeborenen wurde in der U2, welche drei bis spätestens zehn Tage nach der Geburt stattfindet, eine Vierfingerfurche vermerkt. Jedoch kann dieses harmlose Problem bei der Versicherung zur Ablehnung führen.

Was ist eine Vierfingerurche?

Die Vierfingerfurche ist eine Beugefurche in der Handfläche, die ohne Unterbrechung einmal quer über die Innenseite der Hand verläuft. Sie ist so lang wie die vier Finger vom Zeigefinger bis zum kleinen Finger. Einerseits kann das ein Indiz für eine genetische Veränderung, wie zum Beispiel der Trisomie 21, sein. Andererseits kann die Furche aber auch bei gesunden Babys auftreten und in dem Fall gar keine Bedeutung haben.

Die Ausgangslage und was wir geprüft haben

Die Ausgangslage war, dass der Vater des Kindes als Beamter in Nordrhein-Westfalen tätig ist und selbst eine Restkostenabsicherung bei der Signal Iduna hat.

Die Mutter ist in der gesetzlichen Krankenversicherung. Das erste Kind des Ehepaares wurde bereits über uns bei der Barmenia versichert. Damit waren die Eltern so zufrieden, dass sie auch das zweite Kind bei uns versichern wollten.

Alle U-Untersuchungen des zweiten Babys (U1 + U2) wurden ohne große Auffälligkeiten durchgeführt. Lediglich bei der U2 wurde eben vermerkt, dass das Kind mit einer Vierfingerfurche zur Welt kam. Aus diesem Grund hat die Barmenia eine anonyme Risikovoranfrage mit dem U-Heft veranlasst.

Was ist eine Risikovoranfrage?

Durch eine anonyme Risikovoranfrage kann man die Chancen auf eine Versicherung checken, ohne dabei das Risiko einzugehen, einen negativen Eintrag in der HIS-Wagnisdatei zu bekommen. In einer anonymen Risikovoranfrage tauschen Versicherungen Informationen über ihre Bestandskunden aus – anonym natürlich, wie der Name schon sagt.

Die Rückmeldung der Barmenia im Rahmen der anonymen Risikovoranfrage war folgendermaßen: Sofern die Vierfingerfurche kein krankhafter/pathologischer Bund ist, kann eine Versicherung ohne Erschwernis erfolgen. Aus diesem Grund wurde die Familie gebeten, zu bestätigen, dass die Vierfingerfurche keinen krankhaften Befund darstellt.

Unsere erste Tarifauswahl

Währenddessen habe ich der Familie einen Vergleich zusammengestellt. Da der Vater des Babys bei der Signal Iduna versichert ist, habe ich den Komfort (kleiner Tarif der Signal Iduna) und den Exklusiv, welcher auf den Komfort aufbaut, in in den Vergleich gepackt. Der Komfort ist ein Primärarzttarif mit Arzneimittel der Generika-Klausel. Generika sind sogenannte Nachahmerprodukte, die von Unternehmen nach Ablauf des Patentschutzes nachproduziert werden und unter einem anderen Namen verkauft werden dürfen. Dieser kleine Signal Iduna Tarif wird getoppt von seinem großen Bruder, dem Exklusivtarif. Hier hat man freie Arztwahl und im ambulanten sowie im stationären Bereich Top-Leistungen. In diesem Fall war es natürlich super, dass der Papa bei der Signal Iduna versichert ist, denn dann kann auch das Baby gleich dort aufgenommen werden. Ansonsten versichert die Signal Iduna Kinder erst ab dem vierten Lebensjahr. Ein weiterer Top-Tarif ist der von der Barmenia. Die Barmenia ist unser Top-Versicherer für Beamte, weil die auch im Kurbereich Top-Leistungen mit abbildet und dabei einen super Versicherungsschutz bietet. Die ARAG hat auch einen attraktiven Tarif, denn im ambulanten, Zahn- und stationären Bereich leistet diese über der Gebührenordnung und ist daher super gut für Kinder geeignet. Die HanseMerkur hat einen soliden Versicherungsschutz, allerdings auch ein paar Begrenzungen.

Signal IdunaSignal IdunaBarmeniaARAGHanseMerkur
TarifExklusivKomfortVB220U211A20
Monatsbeitrag40,13 €30,25€40,83 €38,66 €33,95 €
Jährlicher Selbstbehalt0 €
0 €
0 €0 €0 €

Am Ende wurde es – wie beim ersten Kind auch schon – die Barmenia. Im obigen Vergleich ist noch kein Krankenhaustagegeld in Höhe von 25 Euro mit drin, das haben wir in Nachhinein zusätzlich mit hinein gepackt. Dadurch erhöhte sich der Monatsbeitrag von 40,83 Euro auf 42,08 Euro.

Ende gut – Alles gut.

Das Baby wurde am 12.09.2020 geboren und innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt ist die Restkostenabsicherung abzuschließen. 

Die Eltern haben bestätigt, dass die Vierfingerfurche keinen behandlungsbedürftigen Befund darstellt. Dies wurde auf den Antragsunterlagen auch extra unter den Gesundheitsfragen vermerkt. Deshalb konnte das Baby problemlos über uns bei der Barmenia versichert werden.

Der zeitliche Ablauf

Freitag,  25. September 2020:

  • Erhalt des U-Hefts der Familie mit den Ergebnissen der U1 + U2-Untersuchung
  • Aussendung der Vergleiche
  •  Anonyme Risikovoranfrage bei der Barmenia über die Verticus

Mittwoch, 30. Juni 2020:

  • Rückmeldung der Verticus mit dem Votum der Barmenia (Bestätigung, dass Erkrankung kein krankhafter Befund benötigt)
  • Information von der Mutter über RVA-Ergebnis: Sie teilte gleich am 30.09.2020 mit, dass Sie bestätigen kann, dass Vier-Finger-Furche kein krankhafter Befund ist.
  • Antragsunterlagen wurden an die Familie raus gesendet.

Donnerstag, 01. Oktober 2020:

  • Antragsunterlagen kamen von der Familie ausgefüllt und unterschrieben zurück.
  • Antragsunterlagen wurden an Verticus weitergeleitet.

Mittwoch, 07. Oktober 2020:

  • Anforderung eines Pflegeversicherungsnachweis eines Elternteils von der Barmenia
  • Der PV-Nachweis wurde von Mutter am 07.10.2020 per E-Mail zurück geschickt. 

Donnerstag, 08. Oktober 2020:

  • Weiterleitung des PV-Nachweises an die Barmenia
  • Rückmeldung der Barmenia am 08.10.2020, dass der Antrag angenommen wurde

Resümee

Die Vierfingerfurche hat also nicht zur Ablehnung geführt, auch wenn es zwischendurch nicht mehr ganz sicher war, hat die Versicherungsgesellschaft das Kind ohne weitere Probleme angenommen. Von der Mutter konnte versichert werden, dass durch die Furche keine weiteren gesundheitlichen Beschwerden auftreten werden. Wenn Euer Kind also eine Vierfingerfurche ohne weitere Auffälligkeiten hat, ist das keine „Finger“bruch.

Kompletter Antrag innerhalb von 2 Tagen eingereicht

Was war die Ausgangslage?

Meine Kundin hat am 10. Juni das erste Mal mit uns Kontakt aufgenommen. Wir hatten gerade unseren wöchentlichen Jour Fixe, aber als die Anrufnotiz auf dem Bildschirm aufploppte und ich das Geburtsdatum des Kindes sah, unterbrach ich das Meeting, rief die Kundin umgehend an und erklärte ihr gleich unser Eltern-Cashback-System, denn wir waren in Eile.

Wir hatten den 10. Juni und das Kind war am 14. April geboren worden. Wir hatten also noch zwei Tage bis zum Fristende der Kindernachversicherung, um einen Versicherungsantrag einzureichen. Wenn alles glatt gehen sollte, musste der Antrag spätestens am Freitag Abend bei der Versicherungsgesellschaft sein, denn am Wochenende bearbeiten die Gesellschaften keine Anträge. Außerdem war der Donnerstag ein Feiertag. Es blieb also wirklich nur der Freitag übrig. Der Vater des Kindes ist bei der Signal Iduna privat versichert, verdiente aber unter der JAEG (=Jahresentgeltgrenze). Die Mutter ist in der gesetzlichen Krankenversicherung, in die sie auch das Kind mitversichern hätte können. Die Eltern entschieden sich jedoch, das Baby privat zu versichern, um als Privatpatient zum Arzt gehen zu können.

Das alles wäre natürlich unproblematischer gewesen, wenn es sich hierbei um eine einfache Kindernachversicherung beim Elternversicherer (mit Kurzformular) gehandelt hätte. Aber so einfach war es natürlich nicht.

Unsere erste Tarifauswahl

Als Erstes habe ich Frau Heinrich (Name geändert) einen Vergleich der drei kleinsten Signal-Tarife zukommen lassen, weil der Vater in einem Esprit-Tarif des Deutschen Rings versichert ist. Diese Mail ging sofort im Anschluss an das Telefonat zur Kundin. 30 Minuten später habe ich ihr zusätzlich noch einen Vergleich mit allen anderen Esprit-Tarifen vom Deutschen Ring zukommen lassen, welcher auch zur Signal Iduna gehört. 

Signal IdunaSignal IdunaSignal Iduna HanseMerkurHanseMerkur
TarifKomfort 1Komfort Plus 1ExklusivKVT500KVS1
Monatsbeitrag104,83 €
138,64 €
151,46 €
154,30 €136,41 €
Jährlicher Selbstbehalt240 €
240 €
0 €0 €0 €

Danach habe ich Frau Heinrich zusätzlich die Tarife KVS (KidsFit) und KVT (StartFit) der HanseMerkur vorgestellt und sie im gleichen Zug darum gebeten, mir das U-Heft des Babys zukommen zu lassen. Das U-Heft ist immer dringend notwendig, wenn das Kind in einem anderen Tarif als dem Elterntarif versichert werden soll. Denn in diesen Fällen ist eine Gesundheitsprüfung erforderlich. Hätten sich die Eltern für den Tarif des Vaters auch für ihr Kind entschieden, dann hätte der Elternversicherer das Kind aufgrund des Kontrahierungszwangs aufnehmen müssen. Dies stand jedoch nicht zur Debatte, da der Esprit MX kein guter Kindertarif für Babys ist. Denn er hat einen für Kinder recht hohen Selbstbehalt von 450 Euro. Warum das nicht sehr sinnvoll für Neugeborene ist, könnt Ihr hier nachlesen. Der Selbstbehalt gilt zwar nur für den ambulant Bereich. Der ist jedoch für Babys am wichtigsten. Zudem liegt der Monatsbeitrag bei ca. 128 Euro (und darin ist nur die Regelleistung und das Mehrbettzimmer im Krankenhaus abgedeckt).

Schaffen wir es bis zur Frist?

Es blieb spannend. Die Zeit rannte und natürlich war es enorm wichtig, dass das U-Heft ohne Bemerkungen oder Befunde war. Ansonsten würde das Baby nicht durch die Gesundheitsprüfung kommen und es würde keine andere Möglichkeit bleiben, als das Kind rückwirkend im Vatertarif zu versichern bis vom Arzt eine Bestätigung eintrifft. Diese muss die Gesundung des im U-Heft aufgeführten Gesundheitszustands bestätigen. Denn sonst wäre die Frist nicht eingehalten worden. Dadurch hätte das Baby bestenfalls erst zum 01.07.2020 in den Zieltarif wechseln können.

Fehlende Seiten im U-Heft

Da ohnehin kaum Zeit blieb, entstand natürlich noch zusätzlicher Druck dadurch, dass Frau Heinrich die Seiten 9-11 des U-Heftes nicht mitschickte. Aber immerhin wussten wir mittlerweile, welcher Tarif es werden sollte: der Komfort 1 der Signal Iduna. Am Freitag um 12:00 Uhr mittags schwankte die Kundin dann doch noch einmal zwischen dem Komfort 1 und dem Komfort Plus 1, weil Ihr die Erstattung der Reiseschutzimpfungen in den beiden Tarifen nicht ganz klar war. Nachdem ich Frau Heinrich zu beiden Tarifen die Auszüge aus den Bedingungen geschickt hatte, wurde es letztendlich doch der Komfort 1. Denn die Reiseschutzimpfungen wurden in beiden Tarifen abgedeckt.

Kurz vor knapp

Am Freitag Nachmittag hatte ich dann alle Daten beisammen – außer die fehlenden, aber sehr wichtigen Seiten des U-Hefts. Ich hatte die Versicherungsnummer, um eine Maklervollmacht zu beantragen, die in diesem Fall notwendig war. Dadurch ging die Vollmacht vom alten Makler der Familie auf uns über und Leni, Leon und die Luchse ist somit als bestandsführender Vermittler beim Versicherer hinterlegt. Außerdem hatte ich die Angaben der Eltern. Jedoch fehlte die Hausnummer, wie nach der Einreichung des Vertrags um 15:35 Uhr schnell klar wurde. Es wurde knapper und knapper. Doch um kurz vor zu knapp hatte ich nun endlich alle Unterlagen, inkl. der richtigen Hausnummer, beisammen und konnte um 16:01 Uhr alle Unterlagen final einreichen. Um 16:06 Uhr wurde der Antrag bestätigt und an die Gesellschaft weitergeleitet.

Am 15.06. wurde die PKV policiert und am 30.06 kam die Police von der Signal.

Der zeitliche Ablauf

Dieser Abschnitt fällt in diesem Fall sehr kurz aus, denn der Ablauf spielte sich an genau drei Tagen ab und war damit für alle Beteiligten, auch die Kundin, ein wahres Spektakel.

Mittwoch, 10. Juni 2020:

  • Erste Kontaktaufnahme
  • Telefonat
  • Aussendung der Vergleiche
  • Einforderung des U-Heftes

Freitag, 12. Juni 2020:

  • Endgültige Wahl des Tarifs
  • Erhalt aller Unterlagen
  • Einreichung des Antrags bei der Gesellschaft auf den letzten Drücker

Resümee

Wie Ihr lesen könnt, ist am Ende glücklicherweise noch alles gut gegangen. Wir bitten Euch jedoch – aus Stressgründen Eurer- und unsererseits – Euch schon früher mit der Krankenversicherung für Euer Baby zu beschäftigen als kurz vor Fristablauf. Am allerbesten wäre circa vier Monate vor der Geburt, denn damit sind wir sowohl im Falle von gesundheitlichen Schwierigkeiten als auch im Hinblick auf die einzuhaltenden Fristen auf der sicheren Seite.

Eine Anwartschaft auf Umwegen

Was ist eine Anwartschaft?

Wer vorübergehend aus der privaten Krankenversicherung austreten muss, kann eine Anwartschaftsversicherung abschließen. Damit wird die Versicherung nicht aufgelöst, sondern nur unterbrochen. 

In einem unserer Fälle bestand der Wunsch, das Baby ab der Geburt mit einer Anwartschaft zu versichern, die Vollkrankenversicherung allerdings erst mit der Heirat auszulösen.

Die Ausgangslage

Mit meinem Kunden hatte ich nur wenige Tage nach der Geburt des Kindes den Erstkontakt per Chat. Der Vater des Neugeborenen ist in der privaten Krankenversicherung, deshalb rechnen die Eltern auch damit, dass das Kind nach der Heirat gegebenenfalls in die private Krankenversicherung wechselt. Momentan kann das Baby noch bei der Mutter in der beitragsfreien Familienversicherung mitversichert sein. 

Der Vater ist aktuell bei der DKV Deutsche Krankenversicherung. Das Baby hat die ersten beiden Untersuchungen U1 und U2 bereits hinter sich. Aufgrund dessen habe ich eine Anwartschaft angeboten, um die private Krankenversicherung des Kindes ab der Heirat gültig zu machen.

Die Vorgabe des Kunden war es, keinen Luxustarif für mehr als 200 Euro pro Monat als private Kinderkrankenversicherung für sein Kind auszuwählen.

Am genauesten habe ich mich damit beschäftigt, dass das Kind gerade Neugeboren und deshalb noch unter zwei Monate alt ist. Im U-Heft gab es kurz nach der Geburt Einträge, zu denen jedoch das Attest vom Arzt schon nachgeliefert wurde. Nichtsdestotrotz musste aufgrund dessen eine Risikovoranfrage eingeleitet werden.

Die Eltern sind derzeit noch unverheiratet, was sich allerdings in naher Zukunft ändern wird.

Natürlich achte ich sehr sorgfältig auf unsere Kundenwünsche und habe mich an dessen Vorgabe gehalten. Diese war es einen Tarif zu finden, der gute Leistungen bietet, bei einem Monatsbeitrag von circa 160 Euro.

Unsere erste Tarifauswahl

DKVHanseMerkurBarmenia
TarifBMK/2KVT500+PSVEinsA expert3+
Monatsbeitrag169,22 €
154,30 €
164,83 €
Jährlicher Selbstbehalt400 €
(Amb., Stat., Zahn)
0 €
(nur Amb. & Zahn. // Stat. ohne SB)
600 €
(Amb., Stat., Zahn)

Das Missverständnis mit der Anwartschaft

Im weiteren Prozess habe ich die Vollkrankenversicherung erstmals gleich ab der Geburt beantragt, da die angebotene Anwartschaft von Seiten des Kunden nicht mehr im Raum stand.

Die Risikovoranfrage hierzu lief bereits, wegen der Einträge im U-Heft. Das Attest hierzu wurde – wie oben erwähnt – vom Arzt bereits nachgeliefert.

Gleich nach dem eingereichten Antrag für die Vollkrankenversicherung änderte der Kunde  dann doch seine Meinung hin zu der von mir angebotenen Anwartschaft. Daraufhin musste ich trotzdem auf die Annahme warten, um in der Folge auf Anwartschaft umstellen zu können. Dies war logischerweise leider mit einer gewissen Zeitverzögerung für den Kunden verbunden, aber konnte am Ende noch gut gelöst werden.

Die Anwartschaft ab Geburt konnte nur mit der Bestätigung der Versicherung des Kindes von der gesetzlichen Krankenversicherung in Kraft treten.

Die Entscheidung

Letztendlich entschied sich der Kunde für den KVT500+PSV der HanseMerkur, da dieser mit der Höhe des Beitrags und des Selbstbehaltes am ehesten den Wünschen des Kunden entsprach.

Der zeitliche Ablauf

Mittwoch, 01. Mai 2019:

Erstkontakt

Freitag, 24. Mai 2019:

Antrag gestellt

Dienstag, 28. Mai 2019:

Antrag angenommen (am selben Tag geht die Bestätigung der gesetzlichen Krankenversicherung an den Versicherer)

Donnerstag, 13. Juni 2019:

Angebot für Anwartschaft auf dem Weg zum Kunden

Montag, 10. Juli 2019:

Kunde bestätigt den Versand der Unterlagen zur Umstellung auf eine Anwartschaft zum Versicherer (Problem: Die Bestätigung zur Umstellung auf Anwartschaft wurde nicht vom Versicherer empfangen)

Mittwoch, 02. Oktober 2019:

Heirat der Kindseltern → Veranlassung der Umstellung auf eine Vollkrankenversicherung mit der Heiratsurkunde

Montag, 28. Oktober 2019:

Telefonische Bestätigung des Versicherers zur nachträglichen Umstellung zum 02.10.

Sonntag, 10. Januar 2020:

Erfolgreiche Bestätigung des Versicherers bezüglich der Umstellung zur Vollkrankenversicherung ab 02.10.

Sonntag, 17. Januar 2020:

Abrechnung des Tippgeber Cashbacks

Resümee

Sollte auch bei Euch ein Wunsch auf Anwartschaft bestehen, würden wir Euch bitten dies bitte vor Antragsstellung mit uns zu kommunizieren, das beschleunigt und vereinfacht den Prozess für alle Parteien.

Markus Herrmann im Workshop auf der BabyWelt: Das Baby privat oder gesetzlich krankenversichern?

Wir haben das Cashback für PKV-Kindertarife vereinfacht und erhöht: Ab sofort bekommen Sie 4 volle Monatsbeiträge zurück, wenn Sie Ihren Nachwuchs über uns anmelden.

Das bisherige System – 50:50 vom ausgezahlten Betrag – war gelegentlich kompliziert und schwer nachvollziehbar. Vermittler bekommen unterschiedliche Provisionen abhängig von Gesellschaft und Tarif. Dazu werden Teile der Auszahlung einbehalten, zum Beispiel als Stornoreserve oder für eine Vertrauensschadenversicherung. Mit all dem wollen wir Sie in Zukunft gar nicht mehr beschäftigen. Weiterlesen

PKV-Kindertarife: Kind anmelden

Mal ganz abgesehen davon, dass es fast schon eine Glaubensfrage ist, sich für das eine oder andere System zu entscheiden: Als Eltern haben Sie bei Ihrem Kind meistens auch gar keine echte Wahl, ob sie es privat oder gesetzlich versichern wollen.

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Auf die Systemunterschiede sowie die Vor- und Nachteile gehe ich weiter unten noch ein. Jetzt geht es erst einmal darum, welche Wahlmöglichkeiten Sie als Eltern in Ihrem konkreten Fall tatsächlich haben. Kleine Abkürzung: Der „digitale Berater“ hier sagt ihnen nach wenigen Klicks innerhalb von 20 Sekunden, wie Ihre Antwort lautet.

Ganz einfach ist es, wenn Sie als Eltern beide gleich versichert sind: Sind Sie beide gesetzlich versichert, melden Sie Ihr Baby einfach bei einer der beiden Krankenkassen zur beitragsfreien Familienversicherung an. Fertig. Sind Sie beide privat versichert, wird auch das Kind privat versichert. Sie können sich aussuchen, bei welcher der beiden Versicherer – oder bei einem ganz anderen. Sie haben nämlich keinen weiteren Vorteil daraus, Ihr Kind bei Ihrer eigenen Gesellschaft anzunehmen. Es gibt keinen Familienrabatt oder eine andere Vorzugsbehandlung. Oft sind Kindertarife anderer Versicherer attraktiver. Einziger Unterschied: Ihr Versicherer muss Ihr Kind nach der Geburt annehmen – ob er will oder nicht. Eine private Krankenversicherung ohne Elternvertrag wird Ihren Nachwuchs erst nach einer Gesundheitsprüfung aufnehmen. Oder ablehnen. Aber auch das ist kein Problem, falls Sie sich rechtzeitig darum gekümmert haben. Wenn Sie dann noch in der Zweimonatsfrist nach Geburt sind, melden Sie das Baby einfach bei Ihrem Versicherer an.

Verheiratet oder nicht?

Sind die Eltern nicht (miteinander) verheiratet, so ist nur das Versicherungsverhältnis der Mutter ausschlaggebend für den Nachwuchs.
Es spielt dabei keine Rolle, ob das Kind den Nachnamen des Vaters trägt oder das Sorgerecht gemeinsam ausgeübt wird. Heiraten Sie später doch noch, gelten andere Regeln. Im Zweifelsfall kann das dazu führen, dass das Kind mit der Heirat aus der gesetzlichen Versicherung herausfällt und privat krankenversichert werden muss. Beachten Sie das also besser rechtzeitig, wenn Sie über eine Eheschließung nachdenken.

Standardfälle bei Verheirateten

Und als „verheiratet“ gilt hier tatsächlich uneingeschränkt auch die eingetragene Lebenspartnerschaft bei gleichgeschlechtlichen Paaren!

  • Die häufigste Konstellation:
    Die (werdende) Mutter ist in der GKV pflichtversichert, der Vater selbstständig und privat versichert. Sofern der Papa auch mehr verdient als die Mama (und mit seinem Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt), ist die Sache ziemlich einfach: Das Kind kann nicht in die beitragsfreie Familienversicherung. Sinnvollerweise melden Sie Ihr Baby gleich nach der Geburt bei der privaten Krankenversicherung des Vaters an (Cashback: mindestens 400 Euro!). Sie könnten den Nachwuchs auch freiwillig gesetzlich versichern. Der Beitrag dafür ist aber in der Regel deutlich höher, als die Kosten für die private Kinderversicherung (siehe Übersicht).
  • Beamte mit Beihilfeanspruch haben diesen auch für ihre Kinder. Es gelten zwar andere Sätze, teilweise auch abhängig von der Zahl der Kinder. Auf jeden Fall aber ist die private Krankenversicherung sehr günstig zu bekommen.
    Alle Beihilfesätze für Kinder des Bundes sowie der 16 Bundesländer finden Sie hier.
    Ist ein Elternteil gesetzlich versichert und der andere Beamter/in, so ist es allein aus Kosten-Nutzen-Erwägungen sinnvoll, für das Kind die private Versicherung zu wählen. Falls der gesetzlich versicherte Elternteil das höhere Einkommen hat, ist auch eine andere Konstellation möglich und sinnvoll: Die kostenfreie Familienversicherung und dazu eine günstige private Zusatzversicherung. Damit können Sie Ihr Kind auch für wenig Geld in den Status eines Privatversicherten versetzen. Was im Einzelfall günstiger ist, müssen Sie vergleichen.
  • Freie Heilfürsorge: Als Soldat oder Polizist übernimmt Ihr Dienstherr alles, was mit Ihrer Gesundheit zu tun hat. Heilfürsorge wird allerdings nur dem Beamten selbst gewährt, nicht seinen Ehegatten und Kindern. Hier kommen die jeweils geltenden Beihilfevorschriften zum Tragen.

Kompliziertere und exotische Fälle

Immer wieder – vor allem bei unseren Besuchen auf den BabyWelt-Messen – werden wir mit ausgefallen Patchwork-Familienkonstellationen konfrontiert. Da ist die Frage manchmal gar nicht so einfach auf Anhieb zu beantworten, wie das Kind versichert werden muss.

  • Ist einer freiwillig gesetzlich versichert und der andere privat, kommt es bei Verheirateten darauf an, wer mehr verdient. Verdient der privat Versicherte tatsächlich weniger (als Selbstständiger unter der Jahresarbeitentgeltgrenze) und die gesetzlich Versicherte mehr, kann das Kind beitragsfrei in die Familienversicherung der Gesetzlichen aufgenommen werden.
  • Das Kind kommt, der Mann ist privat versichert, aber noch mit einer anderen Frau verheiratet, mit der bereits zwei Kinder hat und die bei ihrer Mutter leben.
    Klingt erstmal wild, war aber ein realer Fall. Da waren ein paar Dinge komisch. Dass er beispielsweise weiterhin die private Krankenversicherung für die beiden Kinder bezahlt hat, obwohl diese bei der gesetzlich versicherten Mutter leben. Das muss nicht sein, vor allem wenn die Ehe geschieden wird. Dann können diese beiden Kinder in die Familienversicherung bei ihrer Mutter aufgenommen werden. Darum muss er sich aber aktiv kümmern. Außerdem hatte er vor, die (gesetzlich versicherte) schwangere Frau neben ihm anschließend zu heiraten. Damit würde das Neugeborene aber nicht mehr kostenfrei familienversichert werden können. Die beiden sollten sich also – wenn es nicht nur um die Liebe gehen soll – ein paar Gedanken über die Finanzenz machen und den Steuervorteil der Ehe gegen die zusätzlichen Krankenversicherungsbeiträge aufrechnen.

Benutzen Sie für Ihren Fall doch einfach den digitalen Berater, der Ihnen nach wenigen Klicks Ihre persönliche Antwort liefert, ob Sie Ihr Kind gesetzlich oder privat versichern müssen. Und wenn Sie sich dann dafür entscheiden, Ihr Kind privat zu versichern, bezahlen wir Ihnen mindestens 400 Euro Cashback auf den Abschluss einer Vollversicherung (bei Beamten mit Beihilfe ist es entsprechend weniger.

Die Systemfrage: Privat oder gesetzlich versichern?

Ungefähr 8,26 Mio. Bürger (Stand 2016) in Deutschland sind privat vollversichert. Davon stellen Beamten etwa 25 Prozent den größten Anteil. Selbstständige machen gut 15 Prozent aus, Arbeitnehmer knapp 12 Prozent und Studenten knapp 3 Prozent.

Die Beiträge sowohl in der GKV als auch der PKV verändern sich jedes Jahr. In der GKV werden die Bemessungsgrenzen verändert und die Kassen ändern ihren Beitragssatz (der Prozentsatz vom Lohn). In der PKV werden die Prämien neu berechnet, je nachdem welche Kostensummen dem Versicherungsträger für einen Tarif entstanden sind.

Das System der gesetzlichen Krankenkassen wird staatlich bezuschusst und indirekt auch von den privaten Versicherern finanziert. Zum einen durch die höheren Abrechnungssätze für die Behandlungen, die es jedem Arzt erlauben, die eigenen Kosten vor allem für teurere Methoden und Geräte zu decken. Und zum anderen versteuern die Versicherungsunternehmen ihre Gewinne und tragen damit über ihren Beitrag zum Staatshaushalt wieder indirekt anteilig zur Finanzierung des staatlichen Gesundheitssystem bei. Damit leistet die PKV einen solidarischen Beitrag, damit das GKV-System auf diesem Niveau funktionieren kann. Der indirekte Zuschuss wird auf jährlich etwa 11 Mrd. Euro geschätzt.

Vertrag versus Politik

Die Entscheidung für die private oder die gesetzliche Krankenversicherung sollte – wenn man keine politisch-ideologischen Vorlieben hat – dieses Kriterium stark gewichten: Als gesetzlich Versicherter sind Sie mit Ihrem Anspruch auf Leistungen von der Haushaltslage und der Politik abhängig. Wenn es klemmt, streichen Politiker Leistungen. So werden Kassenpatienten mittlerweile die Kosten für Brillen nicht mehr erstattet. Früher war das anders. Auch das Niveau der Zahnbehandlung und die Höhe der Zuzahlungen war früher in der GKV deutlich besser.

Das kann Ihnen mit einem privaten Versicherungsvertrag nicht passieren: Hier ist Ihr Vertragspartner an die Klauseln und das Leistungsspektrum gebunden, das Sie zum Zeitpunkt der Unterschrift miteinander vereinbart haben. Sie haben ein einklagbares Recht darauf so lange der Vertrag besteht. Und kündigen kann Ihnen der Versicherer nicht mehr. Das können Sie nur selbst, wenn Sie beispielsweise zu einem anderen Anbieter wechseln wollen.

Ein guter Kompromiss aus beidem ist im Zweifelsfall der Abschluss einer privaten Zusatzversicherung.

Späterer Wechsel zurück in die Gesetzliche

Ein weit verbreitetes Vorurteil ist, dass der Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung schwer ist. Für Erwachsene, insbesondere Ältere, mag das teilweise gelten. Für Ihr Kind ist das aber nicht von Belang. Mit der Entscheidung für die private Krankenversicherung legen Sie keineswegs etwas fest, das Ihr Kind später einmal nicht mehr ändern kann.

Mit Beginn einer Berufsausbildung wird Ihr Kind ganz automatisch gesetzlich pflichtversichert. Und auch beim Wechsel ins Studium kann es sich – sobald es aus Ihrem Vertrag herausfällt – selbst entscheiden, wie es sich versichern möchte.

Und sollten Sie als Eltern(teil) die Möglichkeit der privaten Krankenversicherung verlieren – zum Beispiel weil sie selbst ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis eingehen – so wird auch der Versicherungsschutz Ihres Kindes analog geändert. In diesem Fall würde es in die beitragsfreie Familienversicherung mit aufgenommen.

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