Kinder-Kfz-Versicherungen

Jahrelang haben wir uns selbst beschränkt: „Kinderkrankenversicherungen – und sonst nichts„. Das war die Parole, mit der wir unseren Kunden versprochen haben, sie nicht mit anderen Versicherungsarten zu belästigen. Viele Kunden haben das auch dankbar angenommen – sind sie es doch von Branchenkollegen gewohnt, nach einem harmlosen Abschluss einer kleinen Haftpflichtversicherungen ständig für andere Dinge kontaktiert zu werden: Da steht der freundliche Versicherungstreter plötzlich vor der Tür und hat eine Berufsunfähigkeitsversicherung in der Tasche. Einmal rein gelassen, findet er auf dem Sofa sitzend eine Menge weiterer unversicherter Risiken im Haushalt. Und neuerdings hat er auch noch Strom- und Gasverträge im Sortiment!

Dazu wollten wir immer einen Gegenpol bilden: Während andere alles haben, aber von nichts Ahnung, haben wir nur eins und dafür die maximale Expertise. Babys, Kinder – der Nachwuchs allgemein – und seine Krankenversicherung ist das, was wir bei Leni, Leon & den Luchsen können. Deswegen ist es uns nicht leicht gefallen, diesen Pfad zu verlassen und ein weiteres Geschäftsfeld zu eröffnen. Aber weil uns besorgte Kunden keine Ruhe gelassen haben und immer wieder um Hilfe gebeten haben, konnten wir uns nicht mehr erwehren:

Leni, Leon & die Luchse: Wir versichern jetzt auch die Mobilitätsrisiken Eurer Kinder!

Mobilität ist – vor allem mit Blick in die Zukunft jenseits von Corona – das Gesellschaftsthema schlechthin. Und sie wird auch im Kleinkindalter immer bedeutender. Während es früher noch ein immobiles Schaukelpferd getan hat, haben heute schon die kleinsten die eigenen vier Räder. Damit gehen viele mittelbare und unmittelbare Risiken einher, die versichert werden müssen. Die Gefahr, durch Unachtsamkeit mit dem fahrenden Gut einen Unfall zu verursachen, ist nur das naheliegendste davon. Doch auch vom ruhenden Verkehr der aufgemotzten Boliden unserer jüngsten gehen erhebliche Risiken aus!

Wir bauen das neue Angebot schrittweise auf. Daher beschränkt sich unsere Beratung und Vermittlung zunächst noch auf die Kfz-Haftpflicht-, Teil- und Vollkasko-Versicherung für:

  • Bobbycars (ohne Hilfsmotor)
  • Kettcars (ohne Hilfsmotor)
  • ferngesteuerte Kleinfahrzeuge bis 5 Kilo Gesamtgewicht (mit elektrischem Antrieb aber ohne Personentransport)

Wir arbeiten an weiteren Rahmenverträgen mit Rückversicherern und Risikoträgern, aber noch nicht versichern können wir derzeit:

  • Skateboards (mit und ohne Hilfsantrieb)
  • Segways
  • Hoverboards
  • ferngesteuerte Flugdrohnen mit Kindertransport

Wir bieten die Beratung zu diesen Themen wie gewohnt ortsunabhängig per E-Mail, am Telefon und per Video-Call an. Für die abschließende Risikobewertung ist es allerdings notwendig, dass wir einen persönlichen Termin vor Ort vereinbaren, bei dem unsere Risikoprüfer auch zwingend eine Probefahrt mit dem zu versichernden Vehikel durchführen müssen.

Außerdem ist vor Inkrafttreten der Police eine Sicherheitsbelehrung sowie eine Einweisung in das korrekte Tragen der Sicherheitsausrüstung (Helm, Protektoren, festes Schuhwerk) aller in Frage kommenden Fahrzeugführenden vorzunehmen.

Wie auch im Bereich der Kinder-Krankenversicherungen haben wir die vielfältige Produktwelt der Kinder-Kfz-Versicherungen eingehend geprüft und die Versicherungsbedingungen auf ihre Praxistauglichkeit hin überprüft. Dabei haben sich am Markt grundsätzlich zwei Kategorien herauskristallisiert:

  1. Rundum-Sorglos-Policen für Familien, die Wert auf Flexibilität legen
    Diese Policen sind etwas teurer, ermöglichen dafür aber die Weitergabe des Fahrzeugs auch an andere Kinder, ohne dass dies in einem Fahrtenbuch dokumentiert werden muss. Es muss dafür lediglich vor Fahrtantritt eine Haftungsfreistellung der Sorgeberichtigten unterzeichnet sowie eine Sicherheitsbelehrung dokumentiert werden.
  2. Preisgünstige Policen mit erhöhten Anforderungen
    Diese Kinder-Kfz-Policen bieten in erster Linie Deckungskonzepte für die eigene Gefahrenhaftung an. Sie kosten im Durchschnitt etwa die Hälfte der Tarife aus Kategorie eins, haben aber zwei wesentliche Anforderungen:
    • Es ist ständig ein lückenloses Fahrtenbuch zu führen, mit dem nachvollzogen werden kann, welches Kind in welchem Zeitraum über welche zurückgelegte Strecke das Fahrzeug geführt hat.
    • Die volle Deckung ist nur gegeben, wenn (zum Beispiel anhand von Instagram-Stories) nachgewiesen werden kann, dass das fahrzeugführende Kind zum Zeitpunkt des Schadensfalls vollständig korrekt mit Sicherheitsausrüstung (Helm, Protektoren, festes Schuhwerk) ausgestattet war.

Wir hoffen, dass wir mit dieser neue Zusatzkompetenz bei Leni, Leon & den Luchsen eine Lücke schließen können, die in den letzten Jahren von vielen Eltern an uns heran getragen wurde.

Krankenversicherung in Regenbogen-Familien

Ein aktueller Vorgang am Oberlandesgericht in Celle bringt Bewegung in ein Problem, das gleichgeschlechtliche Paare – vor allem gilt das für Frauen – bei der Krankenversicherung für Neugeborene betrifft: Während eine für gewöhnlich die leibliche Mutter ist, erlangt die andere erst mit Vollzug der Adoption den gleichen rechtlichen Status gegenüber dem Nachwuchs. Weil das aber in der Regel erheblich länger als zwei Monate dauert, kommt es immer wieder zu unnötigen Verzögerungen und bürokratischen Umwegen bei der Anmeldung der Babys zur Krankenversicherung. Konkret berührt das zwei Themenbereiche:

  1. Den Status im Bezug auf das Zugangsrecht zur Familienversicherung der GKV, also die Frage, ob das Kind privat oder gesetzlich versichert wird.
  2. Die Ausübung des Kontrahierungszwangs im Sinne des § 198 VVG, also die Kindernachversicherung beim elterlichen Versicherer ohne Gesundheitsprüfung, Leistungsausschlüsse und Risikozuschläge.
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Mit Beschluss von Bund und Ländern vom 5. Januar 2021 soll das bereits 2020 erweiterte Kinderkrankengeld auch in diesem Jahr länger gezahlt werden. Die Umsetzung ins Gesetz steht noch aus. Für Eltern ist der Anspruch jedoch nicht einfach zu erlangen.

Die Bundesregierung hat die „Kind-Krank-Tage“ für Arbeitnehmer coronabedingt auch für 2021 erhöht. Was bedeutet das für privat Versicherte und ihre Kinder?

Der Bund-Länder-Beschluss klingt zunächst positiv: Bis 10 Tage pro Kind, Jahr und Elternteil, 20 Tage bei Alleinerziehenden. Zur Betreuung des Nachwuchses bezahlt die gesetzliche Krankenkasse unter gewissen Umständen eine kleine Lohnfortzahlung – das Kinderkrankengeld. In diesem Jahr verdoppelt sich die Zahl der Tage.

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Im Jahr 2021 kostet es im Durchschnitt 200,54 Euro pro Monat, ein Kind freiwillig gesetzlich zu versichern – und damit 4,3 Prozent mehr als noch 2020. Da lag der durchschnittliche Beitrag noch bei 192,20 Euro.

Üblicherweise versichern Eltern ihren Nachwuchs nur dann freiwillig gesetzlich, wenn die Kinder wegen Vorerkrankungen nicht mehr in die private Kranken­versicherung aufgenommen werden können. Denn die besten PKV-Kindertarife ohne Selbstbehalt gibt es schon für etwa 180 Euro im Monat. Günstige private Krankenversicherungen für Kinder gibt es schon für um die 100 Euro, dann natürlich mit Selbstbehalten und niedrigerem Leistungsniveau.

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Viele unverheiratete Paare überlegen zum Jahresende, auch aus steuerlichen Gründen zu heiraten. Wenn jedoch Kinder mit in die Ehe gebracht werden, kann die beitragsfreie Familienversicherung entfallen. Das führt zu hohen Kosten – und sorgt nicht selten für böse Überraschungen, wenn sich die gesetzliche Krankenversicherung erst nach über einem Jahr mit der Beitragsnachforderung meldet.

Das Problem:

Mit der Eheschließung endet in vielen Fällen automatisch die Beitragsfreiheit der Kinder in der gesetzlichen Krankenversicherung. Immer, wenn bei Verheirateten ein Elternteil nicht Mitglied der deutschen gesetzlichen Krankenkasse ist und mit dem höheren Einkommen von beiden über der Jahrsarbeitsentgeltgrenze liegt (im Jahr 2020: 62.550 Euro brutto), verlieren die Kinder das Zugangsrecht zur beitragsfreien Familienversicherung.

Die Bewertung:

Markus Herrmann, Experte für private Kinderkrankenversicherungen, rät dazu, im Vorfeld steuerliche Vorteile versus dem Entfallen der beitragsfreien Familienversicherung zu prüfen: „Pro Kind kommen beim Wegfall der Beitragsfreiheit rund 200 Euro im Monat zusammen. Häufig fordert die Krankenkasse bei mehreren Kindern so fünfstellige Beträge nach! Das frisst oft die steuerlichen Vorteile auf. Daher ist eine Hochzeit auf Empfehlung des Steuerberaters nicht immer die beste Wahl, denn viele Steuerberater beziehen die Krankenkasse nicht mit in die Betrachtung ein.“

Die Lösung:

Sollten sich die Partner trotzdem zur Heirat entschließen, ist die private Kinderkrankenversicherung eine Option. Diese kostet weniger und bietet bessere Leistungen als die freiwillige GKV für Kinder. Schon für 120 bis 160 Euro pro Monat gibt es sehr gute PKV-Kindertarife.

Diese und andere Tipps für Eltern finden Sie in dem Leitfaden „Die 14 teuersten Fehler bei der Kinderkrankenversicherung – und wie man sie vermeiden kann.“ (Download hier: https://www.kinder.versicherung/vollversicherung/leitfaden-die-teuersten-fehler-bei-der-kinderkrankenversicherung/)

Du, Sie, Herr Sebastian, ehh Lengries, ach.. was denn jetzt eigentlich? Wir stecken mitten im Wandel – und zwar in vielen Bereichen unseres Lebens. Darunter zählt auch die Ansprache unserer Kunden. Johanna (oder Frau Johanna – wie hättest Du / hätten Sie es denn gerne?) von Sipgate hat dazu einen Blogartikel verfasst, der dieses Thema auf den Punkt bringt. Sipgate nutzen wir bei Leni, Leon und die Luchse seit unseren Anfängen als Internet-Telefonanbieter und sind nach wie vor sehr zufrieden – genau wie mit dem Artikel zum Dutz-Thema. Da wir jedes Wort daraus genauso unterschreiben können, übernehmen wir den Artikel von Sipgates Website wortwörtlich:

„Wir duzen hier im Blog und in den sozialen Medien. Im Büro? Sowieso. Egal ob Kolleg:innen, Vorstände von DAX-Unternehmen, Journalist:innen oder Kund:innen. Dabei machen wir es von der Situation und den beteiligten Personen abhängig, ob wir das Duzen thematisieren, um Einverständnis bitten oder in ganz wenigen Ausnahmen eben doch darauf verzichten. Denn natürlich soll sich jeder wohl und respektiert fühlen. Das Angebot, sich zu duzen, hat tatsächlich noch niemand ausgeschlagen – und das bei weit über 10.000 Menschen, die unser Büro pro Jahr besuchen (b.c., before Corona, versteht sich). Wir sind immer wieder freudig überrascht, welche Wirkung so ein vermeintlich kleiner sprachlicher Twist haben kann. Da rückt die Form auf einmal in den Hintergrund und macht Platz für mehr Inhalt und Austausch auf Augenhöhe.

Warum siezt ihr dann überhaupt noch?

Erwischt: In Mails, auf Websites und auch am Telefon siezen wir als hinge unser Leben davon ab. Während bei unseren neueren Services satellite und CLINQ das Duzen von Anfang an Usus war, haben wir zum Start von sipgate team, sipgate basic und simquadrat (noch) aufs Sie gesetzt. Das jetzt umzudrehen und mehrere 100.000 Kund:innen von heute auf morgen ungefragt zu duzen, fühlt sich einfach nicht richtig an. Das war nicht der Deal, auf den man sich eingelassen hat. Und so darf selbstverständlich jeder der mag mit gutem Recht aufs Sie bestehen, ohne das begründen zu müssen. Wer in den letzten Tagen eine Mail von uns bekommen hat, hat vielleicht trotzdem schon gemerkt, dass wir auch beim Sie einen kleinen Schritt gewagt haben. Und zwar gen Norden, zum sogenannten Hamburger Sie. Wir verzichten bei der Begrüßung in Zukunft auf den Nachnamen und siezen im Anschluss herzlich hanseatisch. In der Praxis liest sich das dann in etwa so: „Hallo Johanna, wir haben den Punkt verstanden, kommen Sie langsam zum Ende.“ Mach ich. Aber vorher noch ein Angebot.

Gerne per Du

Dass wir dem Du gegenüber offen sind, sollte bis hierhin jedem klar geworden. Konkret heißt das: Wer uns duzen möchte, kann das ohne Vorankündigung oder Absprache jederzeit tun. Und wer duzt, wird zurückgeduzt, logisch. Dass es durch den Mix aus Du und Sie auch mal uneinheitlich werden kann, ist für uns okay. Wir hoffen, für euch auch. Und wie immer gilt: Lasst uns reden. Wir freuen uns auf eure Kommentare, Gedanken und Meinungen zur Duzdebatte.“

Dem können wir nichts mehr hinzufügen. Außer einem riesengroßen Dankeschön an die Kollegen von Sipgate bleibt nichts mehr zu sagen.

Restkostenabsicherung für Beamtenkinder (Dienstherr Nordrhein-Westfalen)

Was ist eine Restkostenabsicherung?

Die Restkostenversicherung ist eine private Zusatzversicherung. Diese deckt einen Teil der Kosten für die medizinische Behandlung Eures Kindes ab, die nicht durch die Rückerstattung abgedeckt sind.

Solch eine Zusatzversicherung kann von den Begünstigten, wie z.B. Berufssoldaten, Richtern oder Beamten, abgeschlossen werden. Aus diesem Grund wird der Satz für diese Versicherung oft auch als Hilfekostensatz oder Hilfszulagensatz bezeichnet. Diese Versicherung übernimmt für den Versicherten und seine mitversicherten Familienmitglieder einen Teil der Kosten für medizinisch notwendige Leistungen, die nicht durch die Rückerstattung abgedeckt sind. Dies liegt daran, dass je nach Bundesland nur die Kosten bis zu 80% oder 70% für die Ehepartner durch die Rückerstattung abgedeckt sind.

Mit einer Restkostenversicherung kann beispielsweise sichergestellt werden, dass man keine Eigenbeteiligung leisten muss, sondern die Zusatzversicherung die volle medizinisch notwendige Behandlung erstattet. Je nach Tarif kann die Restkostenversicherung ambulante und klinische Behandlung oder Zahnbehandlung abdecken.

Die Problemstellung

Das Problem schien erst einmal sehr harmlos zu sein. Denn in dem U-Heft des Neugeborenen wurde in der U2, welche drei bis spätestens zehn Tage nach der Geburt stattfindet, eine Vierfingerfurche vermerkt. Jedoch kann dieses harmlose Problem bei der Versicherung zur Ablehnung führen.

Was ist eine Vierfingerurche?

Die Vierfingerfurche ist eine Beugefurche in der Handfläche, die ohne Unterbrechung einmal quer über die Innenseite der Hand verläuft. Sie ist so lang wie die vier Finger vom Zeigefinger bis zum kleinen Finger. Einerseits kann das ein Indiz für eine genetische Veränderung, wie zum Beispiel der Trisomie 21, sein. Andererseits kann die Furche aber auch bei gesunden Babys auftreten und in dem Fall gar keine Bedeutung haben.

Die Ausgangslage und was wir geprüft haben

Die Ausgangslage war, dass der Vater des Kindes als Beamter in Nordrhein-Westfalen tätig ist und selbst eine Restkostenabsicherung bei der Signal Iduna hat.

Die Mutter ist in der gesetzlichen Krankenversicherung. Das erste Kind des Ehepaares wurde bereits über uns bei der Barmenia versichert. Damit waren die Eltern so zufrieden, dass sie auch das zweite Kind bei uns versichern wollten.

Alle U-Untersuchungen des zweiten Babys (U1 + U2) wurden ohne große Auffälligkeiten durchgeführt. Lediglich bei der U2 wurde eben vermerkt, dass das Kind mit einer Vierfingerfurche zur Welt kam. Aus diesem Grund hat die Barmenia eine anonyme Risikovoranfrage mit dem U-Heft veranlasst.

Was ist eine Risikovoranfrage?

Durch eine anonyme Risikovoranfrage kann man die Chancen auf eine Versicherung checken, ohne dabei das Risiko einzugehen, einen negativen Eintrag in der HIS-Wagnisdatei zu bekommen. In einer anonymen Risikovoranfrage tauschen Versicherungen Informationen über ihre Bestandskunden aus – anonym natürlich, wie der Name schon sagt.

Die Rückmeldung der Barmenia im Rahmen der anonymen Risikovoranfrage war folgendermaßen: Sofern die Vierfingerfurche kein krankhafter/pathologischer Bund ist, kann eine Versicherung ohne Erschwernis erfolgen. Aus diesem Grund wurde die Familie gebeten, zu bestätigen, dass die Vierfingerfurche keinen krankhaften Befund darstellt.

Unsere erste Tarifauswahl

Währenddessen habe ich der Familie einen Vergleich zusammengestellt. Da der Vater des Babys bei der Signal Iduna versichert ist, habe ich den Komfort (kleiner Tarif der Signal Iduna) und den Exklusiv, welcher auf den Komfort aufbaut, in in den Vergleich gepackt. Der Komfort ist ein Primärarzttarif mit Arzneimittel der Generika-Klausel. Generika sind sogenannte Nachahmerprodukte, die von Unternehmen nach Ablauf des Patentschutzes nachproduziert werden und unter einem anderen Namen verkauft werden dürfen. Dieser kleine Signal Iduna Tarif wird getoppt von seinem großen Bruder, dem Exklusivtarif. Hier hat man freie Arztwahl und im ambulanten sowie im stationären Bereich Top-Leistungen. In diesem Fall war es natürlich super, dass der Papa bei der Signal Iduna versichert ist, denn dann kann auch das Baby gleich dort aufgenommen werden. Ansonsten versichert die Signal Iduna Kinder erst ab dem vierten Lebensjahr. Ein weiterer Top-Tarif ist der von der Barmenia. Die Barmenia ist unser Top-Versicherer für Beamte, weil die auch im Kurbereich Top-Leistungen mit abbildet und dabei einen super Versicherungsschutz bietet. Die ARAG hat auch einen attraktiven Tarif, denn im ambulanten, Zahn- und stationären Bereich leistet diese über der Gebührenordnung und ist daher super gut für Kinder geeignet. Die HanseMerkur hat einen soliden Versicherungsschutz, allerdings auch ein paar Begrenzungen.

Signal IdunaSignal IdunaBarmeniaARAGHanseMerkur
TarifExklusivKomfortVB220U211A20
Monatsbeitrag40,13 €30,25€40,83 €38,66 €33,95 €
Jährlicher Selbstbehalt0 €
0 €
0 €0 €0 €

Am Ende wurde es – wie beim ersten Kind auch schon – die Barmenia. Im obigen Vergleich ist noch kein Krankenhaustagegeld in Höhe von 25 Euro mit drin, das haben wir in Nachhinein zusätzlich mit hinein gepackt. Dadurch erhöhte sich der Monatsbeitrag von 40,83 Euro auf 42,08 Euro.

Ende gut – Alles gut.

Das Baby wurde am 12.09.2020 geboren und innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt ist die Restkostenabsicherung abzuschließen. 

Die Eltern haben bestätigt, dass die Vierfingerfurche keinen behandlungsbedürftigen Befund darstellt. Dies wurde auf den Antragsunterlagen auch extra unter den Gesundheitsfragen vermerkt. Deshalb konnte das Baby problemlos über uns bei der Barmenia versichert werden.

Der zeitliche Ablauf

Freitag,  25. September 2020:

  • Erhalt des U-Hefts der Familie mit den Ergebnissen der U1 + U2-Untersuchung
  • Aussendung der Vergleiche
  •  Anonyme Risikovoranfrage bei der Barmenia über die Verticus

Mittwoch, 30. Juni 2020:

  • Rückmeldung der Verticus mit dem Votum der Barmenia (Bestätigung, dass Erkrankung kein krankhafter Befund benötigt)
  • Information von der Mutter über RVA-Ergebnis: Sie teilte gleich am 30.09.2020 mit, dass Sie bestätigen kann, dass Vier-Finger-Furche kein krankhafter Befund ist.
  • Antragsunterlagen wurden an die Familie raus gesendet.

Donnerstag, 01. Oktober 2020:

  • Antragsunterlagen kamen von der Familie ausgefüllt und unterschrieben zurück.
  • Antragsunterlagen wurden an Verticus weitergeleitet.

Mittwoch, 07. Oktober 2020:

  • Anforderung eines Pflegeversicherungsnachweis eines Elternteils von der Barmenia
  • Der PV-Nachweis wurde von Mutter am 07.10.2020 per E-Mail zurück geschickt. 

Donnerstag, 08. Oktober 2020:

  • Weiterleitung des PV-Nachweises an die Barmenia
  • Rückmeldung der Barmenia am 08.10.2020, dass der Antrag angenommen wurde

Resümee

Die Vierfingerfurche hat also nicht zur Ablehnung geführt, auch wenn es zwischendurch nicht mehr ganz sicher war, hat die Versicherungsgesellschaft das Kind ohne weitere Probleme angenommen. Von der Mutter konnte versichert werden, dass durch die Furche keine weiteren gesundheitlichen Beschwerden auftreten werden. Wenn Euer Kind also eine Vierfingerfurche ohne weitere Auffälligkeiten hat, ist das keine „Finger“bruch.

Kompletter Antrag innerhalb von 2 Tagen eingereicht

Was war die Ausgangslage?

Meine Kundin hat am 10. Juni das erste Mal mit uns Kontakt aufgenommen. Wir hatten gerade unseren wöchentlichen Jour Fixe, aber als die Anrufnotiz auf dem Bildschirm aufploppte und ich das Geburtsdatum des Kindes sah, unterbrach ich das Meeting, rief die Kundin umgehend an und erklärte ihr gleich unser Eltern-Cashback-System, denn wir waren in Eile.

Wir hatten den 10. Juni und das Kind war am 14. April geboren worden. Wir hatten also noch zwei Tage bis zum Fristende der Kindernachversicherung, um einen Versicherungsantrag einzureichen. Wenn alles glatt gehen sollte, musste der Antrag spätestens am Freitag Abend bei der Versicherungsgesellschaft sein, denn am Wochenende bearbeiten die Gesellschaften keine Anträge. Außerdem war der Donnerstag ein Feiertag. Es blieb also wirklich nur der Freitag übrig. Der Vater des Kindes ist bei der Signal Iduna privat versichert, verdiente aber unter der JAEG (=Jahresentgeltgrenze). Die Mutter ist in der gesetzlichen Krankenversicherung, in die sie auch das Kind mitversichern hätte können. Die Eltern entschieden sich jedoch, das Baby privat zu versichern, um als Privatpatient zum Arzt gehen zu können.

Das alles wäre natürlich unproblematischer gewesen, wenn es sich hierbei um eine einfache Kindernachversicherung beim Elternversicherer (mit Kurzformular) gehandelt hätte. Aber so einfach war es natürlich nicht.

Unsere erste Tarifauswahl

Als Erstes habe ich Frau Heinrich (Name geändert) einen Vergleich der drei kleinsten Signal-Tarife zukommen lassen, weil der Vater in einem Esprit-Tarif des Deutschen Rings versichert ist. Diese Mail ging sofort im Anschluss an das Telefonat zur Kundin. 30 Minuten später habe ich ihr zusätzlich noch einen Vergleich mit allen anderen Esprit-Tarifen vom Deutschen Ring zukommen lassen, welcher auch zur Signal Iduna gehört. 

Signal IdunaSignal IdunaSignal Iduna HanseMerkurHanseMerkur
TarifKomfort 1Komfort Plus 1ExklusivKVT500KVS1
Monatsbeitrag104,83 €
138,64 €
151,46 €
154,30 €136,41 €
Jährlicher Selbstbehalt240 €
240 €
0 €0 €0 €

Danach habe ich Frau Heinrich zusätzlich die Tarife KVS (KidsFit) und KVT (StartFit) der HanseMerkur vorgestellt und sie im gleichen Zug darum gebeten, mir das U-Heft des Babys zukommen zu lassen. Das U-Heft ist immer dringend notwendig, wenn das Kind in einem anderen Tarif als dem Elterntarif versichert werden soll. Denn in diesen Fällen ist eine Gesundheitsprüfung erforderlich. Hätten sich die Eltern für den Tarif des Vaters auch für ihr Kind entschieden, dann hätte der Elternversicherer das Kind aufgrund des Kontrahierungszwangs aufnehmen müssen. Dies stand jedoch nicht zur Debatte, da der Esprit MX kein guter Kindertarif für Babys ist. Denn er hat einen für Kinder recht hohen Selbstbehalt von 450 Euro. Warum das nicht sehr sinnvoll für Neugeborene ist, könnt Ihr hier nachlesen. Der Selbstbehalt gilt zwar nur für den ambulant Bereich. Der ist jedoch für Babys am wichtigsten. Zudem liegt der Monatsbeitrag bei ca. 128 Euro (und darin ist nur die Regelleistung und das Mehrbettzimmer im Krankenhaus abgedeckt).

Schaffen wir es bis zur Frist?

Es blieb spannend. Die Zeit rannte und natürlich war es enorm wichtig, dass das U-Heft ohne Bemerkungen oder Befunde war. Ansonsten würde das Baby nicht durch die Gesundheitsprüfung kommen und es würde keine andere Möglichkeit bleiben, als das Kind rückwirkend im Vatertarif zu versichern bis vom Arzt eine Bestätigung eintrifft. Diese muss die Gesundung des im U-Heft aufgeführten Gesundheitszustands bestätigen. Denn sonst wäre die Frist nicht eingehalten worden. Dadurch hätte das Baby bestenfalls erst zum 01.07.2020 in den Zieltarif wechseln können.

Fehlende Seiten im U-Heft

Da ohnehin kaum Zeit blieb, entstand natürlich noch zusätzlicher Druck dadurch, dass Frau Heinrich die Seiten 9-11 des U-Heftes nicht mitschickte. Aber immerhin wussten wir mittlerweile, welcher Tarif es werden sollte: der Komfort 1 der Signal Iduna. Am Freitag um 12:00 Uhr mittags schwankte die Kundin dann doch noch einmal zwischen dem Komfort 1 und dem Komfort Plus 1, weil Ihr die Erstattung der Reiseschutzimpfungen in den beiden Tarifen nicht ganz klar war. Nachdem ich Frau Heinrich zu beiden Tarifen die Auszüge aus den Bedingungen geschickt hatte, wurde es letztendlich doch der Komfort 1. Denn die Reiseschutzimpfungen wurden in beiden Tarifen abgedeckt.

Kurz vor knapp

Am Freitag Nachmittag hatte ich dann alle Daten beisammen – außer die fehlenden, aber sehr wichtigen Seiten des U-Hefts. Ich hatte die Versicherungsnummer, um eine Maklervollmacht zu beantragen, die in diesem Fall notwendig war. Dadurch ging die Vollmacht vom alten Makler der Familie auf uns über und Leni, Leon und die Luchse ist somit als bestandsführender Vermittler beim Versicherer hinterlegt. Außerdem hatte ich die Angaben der Eltern. Jedoch fehlte die Hausnummer, wie nach der Einreichung des Vertrags um 15:35 Uhr schnell klar wurde. Es wurde knapper und knapper. Doch um kurz vor zu knapp hatte ich nun endlich alle Unterlagen, inkl. der richtigen Hausnummer, beisammen und konnte um 16:01 Uhr alle Unterlagen final einreichen. Um 16:06 Uhr wurde der Antrag bestätigt und an die Gesellschaft weitergeleitet.

Am 15.06. wurde die PKV policiert und am 30.06 kam die Police von der Signal.

Der zeitliche Ablauf

Dieser Abschnitt fällt in diesem Fall sehr kurz aus, denn der Ablauf spielte sich an genau drei Tagen ab und war damit für alle Beteiligten, auch die Kundin, ein wahres Spektakel.

Mittwoch, 10. Juni 2020:

  • Erste Kontaktaufnahme
  • Telefonat
  • Aussendung der Vergleiche
  • Einforderung des U-Heftes

Freitag, 12. Juni 2020:

  • Endgültige Wahl des Tarifs
  • Erhalt aller Unterlagen
  • Einreichung des Antrags bei der Gesellschaft auf den letzten Drücker

Resümee

Wie Ihr lesen könnt, ist am Ende glücklicherweise noch alles gut gegangen. Wir bitten Euch jedoch – aus Stressgründen Eurer- und unsererseits – Euch schon früher mit der Krankenversicherung für Euer Baby zu beschäftigen als kurz vor Fristablauf. Am allerbesten wäre circa vier Monate vor der Geburt, denn damit sind wir sowohl im Falle von gesundheitlichen Schwierigkeiten als auch im Hinblick auf die einzuhaltenden Fristen auf der sicheren Seite.

Eine Anwartschaft auf Umwegen

Was ist eine Anwartschaft?

Wer vorübergehend aus der privaten Krankenversicherung austreten muss, kann eine Anwartschaftsversicherung abschließen. Damit wird die Versicherung nicht aufgelöst, sondern nur unterbrochen. 

In einem unserer Fälle bestand der Wunsch, das Baby ab der Geburt mit einer Anwartschaft zu versichern, die Vollkrankenversicherung allerdings erst mit der Heirat auszulösen.

Die Ausgangslage

Mit meinem Kunden hatte ich nur wenige Tage nach der Geburt des Kindes den Erstkontakt per Chat. Der Vater des Neugeborenen ist in der privaten Krankenversicherung, deshalb rechnen die Eltern auch damit, dass das Kind nach der Heirat gegebenenfalls in die private Krankenversicherung wechselt. Momentan kann das Baby noch bei der Mutter in der beitragsfreien Familienversicherung mitversichert sein. 

Der Vater ist aktuell bei der DKV Deutsche Krankenversicherung. Das Baby hat die ersten beiden Untersuchungen U1 und U2 bereits hinter sich. Aufgrund dessen habe ich eine Anwartschaft angeboten, um die private Krankenversicherung des Kindes ab der Heirat gültig zu machen.

Die Vorgabe des Kunden war es, keinen Luxustarif für mehr als 200 Euro pro Monat als private Kinderkrankenversicherung für sein Kind auszuwählen.

Am genauesten habe ich mich damit beschäftigt, dass das Kind gerade Neugeboren und deshalb noch unter zwei Monate alt ist. Im U-Heft gab es kurz nach der Geburt Einträge, zu denen jedoch das Attest vom Arzt schon nachgeliefert wurde. Nichtsdestotrotz musste aufgrund dessen eine Risikovoranfrage eingeleitet werden.

Die Eltern sind derzeit noch unverheiratet, was sich allerdings in naher Zukunft ändern wird.

Natürlich achte ich sehr sorgfältig auf unsere Kundenwünsche und habe mich an dessen Vorgabe gehalten. Diese war es einen Tarif zu finden, der gute Leistungen bietet, bei einem Monatsbeitrag von circa 160 Euro.

Unsere erste Tarifauswahl

DKVHanseMerkurBarmenia
TarifBMK/2KVT500+PSVEinsA expert3+
Monatsbeitrag169,22 €
154,30 €
164,83 €
Jährlicher Selbstbehalt400 €
(Amb., Stat., Zahn)
0 €
(nur Amb. & Zahn. // Stat. ohne SB)
600 €
(Amb., Stat., Zahn)

Das Missverständnis mit der Anwartschaft

Im weiteren Prozess habe ich die Vollkrankenversicherung erstmals gleich ab der Geburt beantragt, da die angebotene Anwartschaft von Seiten des Kunden nicht mehr im Raum stand.

Die Risikovoranfrage hierzu lief bereits, wegen der Einträge im U-Heft. Das Attest hierzu wurde – wie oben erwähnt – vom Arzt bereits nachgeliefert.

Gleich nach dem eingereichten Antrag für die Vollkrankenversicherung änderte der Kunde  dann doch seine Meinung hin zu der von mir angebotenen Anwartschaft. Daraufhin musste ich trotzdem auf die Annahme warten, um in der Folge auf Anwartschaft umstellen zu können. Dies war logischerweise leider mit einer gewissen Zeitverzögerung für den Kunden verbunden, aber konnte am Ende noch gut gelöst werden.

Die Anwartschaft ab Geburt konnte nur mit der Bestätigung der Versicherung des Kindes von der gesetzlichen Krankenversicherung in Kraft treten.

Die Entscheidung

Letztendlich entschied sich der Kunde für den KVT500+PSV der HanseMerkur, da dieser mit der Höhe des Beitrags und des Selbstbehaltes am ehesten den Wünschen des Kunden entsprach.

Der zeitliche Ablauf

Mittwoch, 01. Mai 2019:

Erstkontakt

Freitag, 24. Mai 2019:

Antrag gestellt

Dienstag, 28. Mai 2019:

Antrag angenommen (am selben Tag geht die Bestätigung der gesetzlichen Krankenversicherung an den Versicherer)

Donnerstag, 13. Juni 2019:

Angebot für Anwartschaft auf dem Weg zum Kunden

Montag, 10. Juli 2019:

Kunde bestätigt den Versand der Unterlagen zur Umstellung auf eine Anwartschaft zum Versicherer (Problem: Die Bestätigung zur Umstellung auf Anwartschaft wurde nicht vom Versicherer empfangen)

Mittwoch, 02. Oktober 2019:

Heirat der Kindseltern → Veranlassung der Umstellung auf eine Vollkrankenversicherung mit der Heiratsurkunde

Montag, 28. Oktober 2019:

Telefonische Bestätigung des Versicherers zur nachträglichen Umstellung zum 02.10.

Sonntag, 10. Januar 2020:

Erfolgreiche Bestätigung des Versicherers bezüglich der Umstellung zur Vollkrankenversicherung ab 02.10.

Sonntag, 17. Januar 2020:

Abrechnung des Tippgeber Cashbacks

Resümee

Sollte auch bei Euch ein Wunsch auf Anwartschaft bestehen, würden wir Euch bitten dies bitte vor Antragsstellung mit uns zu kommunizieren, das beschleunigt und vereinfacht den Prozess für alle Parteien.

Das Team von Leni, Leon & den Luchsen ist erneut gewachsen: Als Experten für Kinderkrankenversicherungen haben wir jetzt auch medizinischen Sachverstand an Bord. Der österreichische Humanmediziner Dr. Dominik Panosch unterstützt jetzt das Marketing-Team – ebenso wie die Werkstudentin Lena Gierl.

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