Ihr möchtet reisen, müsst vorübergehend für einen Job ins Ausland, Eure Kinder haben wieder vorübergehend Zugang zur beitragsfreien Familienversicherung? In diesen und weiteren Fällen empfehlen wir ganz dringend, die private Krankenversicherung Eurer Kinder nicht zu kündigen, sondern in eine Anwartschaftsversicherung umzuwandeln.

Doch wann genau erlangen Kinder wieder Zugang zur beitragsfreien Familienversicherung?  

Gründe hierfür könnten beispielsweise sein, das Unterschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze, Scheidung und Veränderung der Einkommensverhältnisse des Lebenspartners etc. In der Praxis hat sich oft gezeigt, dass sich Lebensumstände wieder verändern können und die Kinder erneut das Zugangsrecht zum beitragsfreien Familienversicherung verlieren. Und genau für diese Situation benötigt Ihr dann eine Lösung, die den aktuellen Gesundheitszustand Eurer Kinder einfriert. Denn eine Kündigung  der PKV kann Euch und Euren Kindern in so einem Fall teuer zu stehen kommen. Im Folgenden zeigen wir Euch, warum Ihr die Krankenversicherung Eurer Kinder nicht einfach kündigen solltet und wie Ihr den Versicherungsschutz Eurer Kinder in eine Anwartschaftsversicherung umwandelt. 

1. Der ursprüngliche Gesundheitsstatus erlischt

Beim Abschluss des Versicherungsvertrages für Euer Kind wurde der Gesundheitsstatus geprüft. Die meisten Neugeborenen kommen gesund zur Welt und werden daher von den Versicherungsgesellschaften als Versicherte mit geringem Risiko eingestuft. Das ist gut für das Kind und für Euren Geldbeutel, da gesunde Versicherte günstigere Monatsbeiträge bekommen als kranke Kinder. Wenn Ihr den Vertrag kündigt, wird damit auch der ursprüngliche Gesundheitsstatus beim Versicherer aufgehoben. Selbst wenn Euer Kind aktuell gesund ist und keine medizinische Vorgeschichte hat, ist das keine gute Idee. In der Zeit, in der es nicht in der PKV versichert bleiben kann, kann Euer Kind erkranken oder sich verletzen. Bei der Rückkehr in die PKV ist dann mit deutlich höheren Kosten für einen neuen Versicherungstarif zu rechnen. Im schlimmsten Fall lehnen die Versicherer Euer Kind sogar komplett ab und es erhält keinen oder nur einen sehr schlechten Tarif in der privaten Krankenversicherung. (Basistarif)

2. Die Leistungen der meisten privaten Krankenversicherung in Deutschland sind sehr gut

Es kann auch eine gute Idee sein, wenn man ins Ausland zieht und sich in Deutschland abmeldet, die deutsche PKV mitzunehmen. Je nach Gesellschaft und Tarif kann dieser Versicherungsschutz geeignet sein. Dies bedarf aber die Überprüfung durch einen Spezialisten. Wir unterstützen Euch dabei gerne.

3. Es gibt gute Alternativen zur Kündigung

Um nicht kündigen zu müssen und Eurem Kind die Wiederaufnahme des Versicherungsschutzes bei der Rückkehr in die PKV zu ermöglichen, könnt Ihr auch eine Anwartschaftsversicherung abschließen. Bei einer Anwartschaft wird der Versicherungsschutz für Euer Kind stillgelegt. Für die Zeit der Stilllegung gibt es keinen Leistungsanspruch, dafür verringert sich der Beitrag jedoch erheblich (ca. 5 % des Monatsbeitrages). Die Anwartschaft ermöglicht Euch, den Vertrag Eures Kindes jederzeit zu den aktuellen Konditionen wieder aufzunehmen, ohne dass es sich einer erneuten Gesundheitsprüfung unterziehen muss. Bei Fragen stehen wir Euch jederzeit gerne beratend zur Verfügung.

Fazit

Grundsätzlich ist es immer richtig, die Voll-PKV in eine Anwartschaft umzuwandeln und bei Bedarf kann die Anwartschaftsversicherung später immer noch jederzeit gekündigt werden.  Euer Kind profitiert ein Leben lang von dem abgesicherten Gesundheitsstatus und den günstigen Beiträgen. Deshalb unsere klare Empfehlung: wenn Euer Kind privat Krankenversichert ist und das Zugangsrecht zur gesetzlichen Krankenversicherung erlangt oder aufgrund eines längeren Auslandsaufenthaltes aus der PKV herausfällt, sollten Sie auf jeden Fall den Versicherungsschutz in eine Anwartschaftsversicherung umwandeln. Die Kosten hierbei belaufen sich auf ca. 5 % des eigentlichen Krankenversicherungsbeitrages pro Monat. Bei Bedarf empfehlen wir, entsprechende Zusatzversicherungen zur GKV abzuschließen. Mit der Anwartschaft könnt Ihr Euren Kindern die Konditionen für eine Wiederaufnahme des Vertrags sichern. 

Bei Fragen könnt Ihr Euch jederzeit an uns wenden. Wir werden Euch die richtige Empfehlung dafür geben, denn es liegt uns am Herzen, dass Euer Kind sowohl in den oben genannten Szenarien als auch im Ausland und vor allem auch danach wieder top versorgt ist.

Bei dieser Frage, ob man im Notfall lieber den Basistarif der PKV oder die freiwillige gesetzliche KV wählen sollte, gibt es einiges zu beachten. Diese Informationen haben wir in diesem Artikel anhand eines unserer Kundenbeispiele für Euch ausgearbeitet.

Was war die Ausgangslage?

Am 10.03.2021 erreichte und eine Mail von Herrn Kirmann [Name aus Datenschutzgründen geändert]. Dies war ein sehr besonderer Fall, denn der Vater handelte riskant. Nach der Geburt gibt es bei Kinderkrankenversicherungen einige wichtige Fristen zu beachten. Eine davon ist, dass der Elternversicherer das Kind bis zu zwei Monate nach der Geburt ohne Gesundheitsprüfung aufnehmen MUSS. Das Geburtsdatum des Kindes war der 16.01.2021. Es blieben also sechs Tage, um das Kind bei der Wunschkrankenversicherung zu versichern. Denn wenn diese Frist abgelaufen ist, bleibt uns nur noch die Möglichkeit, das Kind im elterlichen Tarif zu versichern. Dieser ist aber unter Umständen nicht geeignet für das Kind. Nach Ablauf der Frist muss die Versicherungsgesellschaft das Kind nicht annehmen. Dies kann neben

Ich habe dem Kunden direkt am Telefon die Erstberatung gegeben und ihn über alles aufgeklärt. Dazu gehören Fristen, benötigte Dokumente, Dinge, auf die man achten muss, … Außerdem habe ich ihn nach der Konstellation seiner Partnerschaft gefragt. 

Herr Kirmann war sehr zufrieden mit der kurzen Erstberatung. Er wollte direkt Angebote haben, sodass ich ihm einen Vergleich zusandte. Denn die Zeit drängte in seinem Fall.

Deshalb schickte ich ihm unsere erste Tarifauswahl zu: HanseMerkur, ARAG und Barmenia:

Unsere erste Tarifauswahl

 HanseMerkurARAGARAGBarmenia
TarifKVT500ME0MB0einsA expert 1+
Monatsbeitrag179,86 €178,57 €207,64 €210,45  €
Jährlicher Selbstbehalt0 €0 €0 €150 € (amb., stat., Zahn)

Wunschkrankenversicherung: HanseMerkur Tarif KVT 500

Gutes Preis-Leistungsverhältnis für Kinderversicherungen bei der HanseMerkur

Für den Kunden stand fest: das – laut ihm – völlig gesunde Kind sollte bei der HanseMerkur im Tarif KVT 500 versichert werden. Das war die Wunsch-PKV. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass das U-Heft nicht komplett ohne Einträge war. Über die einzuhaltenden Fristen und die sicheren Möglichkeiten in seinem Fall habe ich ihn informiert. Am Ende kann sich aber jeder Kunde ganz frei und nach eigenem Willen entscheiden, diese Information anzunehmen oder nicht. In diesem Fall hat Herr Kirmann meine Vorschläge dankend abgelehnt. Er war sich ganz sicher, dass sein Kind ohne Probleme bei der HanseMerkur versichert werden kann.

Die RVA war ernüchternd

Am 11.03. morgens habe ich eine Risikovoranfrage eingeleitet, die am 15.03. mit einem ernüchterndem Ergebnis wieder zurück kam. Am 15.03. nachmittags habe ich dem Kunden mitgeteilt, dass die HanseMerkur auf die U4 warten möchte, um das Ergebnis abzuwarten. Denn leider war in der 3. U-Untersuchung (also eine davor) etwas auffällig. Es wurde eine erneute Hüftsonographie angeordnet und vermerkt, dass das Kind breit gewickelt werden solle.

Der Kunde hat daraufhin am 18.03. ein eigenes Attest geliefert zur Bestätigung geliefert. Dieses weist darauf hin, dass die Hüfte des Babys in Ordnung ist und keiner weiteren Kontrolle bedarf.
Das heißt, dass er mit seinem Kind noch einmal außerhalb (des Rahmens) der U-Untersuchungen bei der Kinderärztin /  beim Kinderarzt war und die Auffälligkeit prüfen ließ, bevor es in der U4 gemacht wurde. Denn die U4 Untersuchung wäre zu spät gewesen, um dann das Kind noch innerhalb der Frist im elterlichen Tarif anmelden zu können.

Käme das Kind nicht in die HanseMerkur Tarif KVT 500, wäre auch die Chance wegen Fristablauf verstrichen, um es bei der Eltern-PKV zu versichern. Wenn die Hüfte nämlich nicht in Ordnung gewesen wäre, hätte die HanseMerkur das Kind nicht versichert.
Es bleiben in diesem Fall, nach Fristablauf, zwei Möglichkeiten:

  1. die freiwillig gesetzlichen Krankenversicherung, da der Vater dort gesetzlich versichert ist – mit einem Beitrag von ca. 200 € monatlich
  2. dass das Kind in der privaten Krankenversicherung der Mutter im Basistarif pflichtversichert werden muss – mit einem Beitrag von ca. 260 € monatlich

Was ist der Basistarif?

Den Basistarif gibt es in jeder PKV – kalkuliert nach den Unisex Tarifen. Er ist der Ausweichtarif, falls man sonst in keinen Normaltarif der PKV mit Gesundheitsprüfung kommt. Das gibt es über den Basistarif zu wissen:

  • alle gesetzlichen Leistungen enthalten
  • alle Leistungen sind bei jeder privaten Versicherungsgesellschaft im Basistarif gleich, da hier das Sozialgesetzbuch (SGB) greift
  • Monatsbeitrag beläuft sich auf ca. 260 €
  • wird IMMER mit Gesundheitsprüfung abgeschlossen, aber mit Kontrahierungszwang und ohne Auswirkung auf den Beitrag. 
  • Die Abrechnungen mit den Ärzten führt regelmäßig zu Komplikationen, weil der Arzt anders als in der GKV nicht direkt mit der PKV abgerechnet. Die Rechnung erhält der Kunde und muss dann eingereicht werden. 
  • Euch werden keine Änderungen in Bezug auf Beiträge und Leistungen erwarten. 

Jedoch kann es zu einem Schock kommen, wenn Ihr später einen Tarifwechsel anstrebt. Dieser ist grundsätzlich (durchaus) möglich. Dennoch gibt es dabei deutliche Veränderungen. Im Hintergrund wird ein Risikozuschlag vom Versicherer geführt, falls Euer Kind bei der Beantragung eine Vorerkrankung hatte. Von diesem Risikozuschlag weiß der Versicherungsnehmer in der Regel nichts. Dieser wird dann aber bei einem Tarifwechsel sichtbar.  

Wird beispielsweise bei einer Vorerkrankung einen Risikozuschlag von 200 % vom Versicherer eingestellt, wird dieser bei einer Tarifumstellung herangezogen. Das sieht dann in der Praxis wie folgt aus: Der neue Tarif kostet also den eigentlichen Monatsbeitrag + die 200% Risikozuschlag. Ihr würdet also für Eure Krankenversicherung 600 € zahlen anstatt den Regelbeitrag von 200 €.

Im Basistarif kannst Du oder Euer Kind nur dann nicht versichert werden, wenn die Versicherungsgesellschaft Dir wegen arglistiger Täuschung gekündigt hat. Dann musst Du einen anderen PKV Versicherer wählen. 

Unterschiedliche Konstellationen – unterschiedliche Möglichkeiten

Kostenloses eBook: Die 14 teuersten Fehler bei der Kinderkrankenversicherung
Verschiedene Möglichkeiten, Euer Kind zu versichern und Fehler zu vermeiden

Die Konstellation: ein Elternteil privat versichert – das andere gesetzlich versichert

Allgemein gesprochen, kann man Euch als Eltern bei solch einer Konstellation wie in dem Fall des Kunden Kirmann folgendes mit auf den Weg geben:

Ist eine/r von Euch privat Versichert und das andere Elternteil gesetzlich, so habt Ihr die Möglichkeit zwischen 

  1. privater Krankenversicherung oder 
  2. freiwilliger gesetzlicher Krankenversicherung gegen eigenen Beitrag

für Euer Kind zu wählen. 

Wie und wann müsst Ihr Euch entscheiden, wenn Ihr von dem oben genannten Fall betroffen seid?

Euer Kind wird aufgrund Einträgen im U-Heft nicht bei Eurer Wunschkrankenversicherung angenommen?

Ihr habt die Nachversicherungsfrist von zwei Monaten bei Eurem elterlichen Versicherer verpasst?

Dann könnt Ihr Euch entscheiden zwischen

  1. freiwilliger gesetzlicher Krankenversicherung gegen eigenen Beitrag oder
  2. dem Basistarif bei einer privaten Krankenversicherungsgesellschaft

Die Konstellation: beide Elternteile privat versichert

Wenn bei einem Fall wie oben erläutert,  beide Eltern privat versichert sind  – beispielsweise als Beamte mit Beihilfe – dann wäre die Versicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht möglich. Ihr könnt Euch also nur aussuchen, bei welcher privaten Krankenversicherung (PKV) Ihr den Basistarif möchtet.

Unser Expertentipp für Euch

Unser Expertentipp lautet hierbei jedoch folgendermaßen:

Wenn Euch bei Eurer Konstellation immer noch die Wahl bleibt zwischen 

  • freiwilliger GKV und 
  • dem Basistarif in der PKV,

versichert Euer Kind auf jeden Fall zuerst gesetzlich. Genau wegen dieser drei Punkte, die wir Euch weiter unten aufzählen.

Zu einem späteren Zeitpunkt könnt Ihr ohnehin wieder mit einer Kündigungsfrist von zwei Kalendermonaten und einer erneuten Gesundheitsprüfung in eine PKV wechseln. Es ist oft so, dass sich das Krankheitsbild verändert. Zuerst hat es zur Ablehnung geführt. Bei erneuter Prüfung hat es sich aber möglicherweise zum Positiven verändert. Damit ist ein Abschluss bei einer anderen PKV wieder möglich. 

Diese drei Punkte sprechen klar gegen den Basistarif der PKV und für die freiwillige GKV:

Wenn man einmal im Basistarif gefangen ist,

  1. ist man viel teurer versichert als über die freiwillige Mitgliedschaft in der GKV
  2. hat man auch keine besseren Leistungen als in der GKV, denn diese sind komplett identisch und die Abrechnung mit dem Arzt ist komplizierter.
  3. hat man den in den meisten Fällen abgeschlossen, weil man nicht durch die Risikovoranfrage (RVA) kam, wodurch sich von Anfang an im Hintergrund ein sehr hoher Risikozuschlag aufbaut.

Unser zweiter Expertentipp für Euch

Egal was passiert, löst unbedingt immer die Kindernachversicherung (KNV) beim Elternversicherer aus! Unser Kunde Herr Kirmann hat das nicht getan, weil er das nicht wollte. Sein Bauchgefühl sagte ihm, dass alles gut gehen wird. Dabei wäre es überhaupt kein Problem gewesen, den Tarif zu einem späteren Zeitpunkt zu wechseln und in den Zieltarif zu gelangen. Nach Erhalt der Police besteht ja auch noch das Widerrufsrecht von 14 Tagen

Denn stellt Euch das Szenario vor, wenn Euer Kind plötzlich eine ernsthafte Erkrankung  in der unversicherten Zeit hat? Was wäre denn passiert? Dann müsstet Ihr Euch auch noch rückwirkend über den Versicherungsschutz Gedanken machen und dies führt in 100% der Fällen zu Problemen. Außerdem müssen die Kosten vorübergehend von Euch selbst gedeckt werden.

Resümee: Auf das Bauchgefühl zu hören, hat zum gewünschten Ergebnis geführt

Trotzdem oder genau deshalb lautet unsere klare Empfehlung an Euch:

Informiert Euch früh genug gut und sehr genau über das Thema Kinderkrankenversicherungen und was es dabei zu beachten gibt. Holt Euch bestenfalls auch eine kostenlose Beratung von einem Experten / einer Expertin, um speziell Eure Versicherungssituation zu beleuchten.

Bei Herrn Kirmann ging es gerade nochmal gut. Doch hätte er uns nichts verschwiegen und unsere vollständige Beratung zuvor in Anspruch genommen, wäre das Ergebnis dasselbe gewesen – jedoch mit 100%-iger Sicherheit und ohne Ärger.

Der zeitliche Ablauf 

Mittwoch,  10. März 2021:

  • Die erste Mail des Kunden kam am 10.03. per Mail und am 16.03. läuft die Frist beim Elternversicherer ab
  • noch am selben Tag ging der Tarifvergleich raus
  • um Mittag herum hat Herr Kirmann mir mitgeteilt, dass er zur HanseMerkur in den Tarif KVT500 möchte und die Datenvervollständigung gemacht

Freitag,  12. März 2021:

  • durch die Risikovoranfrage wäre keine Annahme zustande gekommen wegen der Einträge in der U3 (Hüftsonographie und breit wickeln angeordnet)
  • um 14:12 Uhr ging die Info an den Kunden, dass die HanseMerkur auf die U4 warten möchte, wegen des Ergebnis
  • der Vater wollte es mit einem eigenem Attest bei der HanseMerkur versuchen
  • wurde an die bald ablaufende Frist erinnert-> weitere Vorschläge angeschnitten, die er jedoch nicht wollte:
  1. Generali Nachversicherung
  2. freiwillige gesetzliche Versicherung

-> beides nicht erwünscht

Donnerstag,  18. März 2021:

  • eigenes Attest ging am 18.03. (Do.) an mich
  • direkt an die HanseMerkur durchgereicht und Bestätigung erhalten

Montag,  22. März 2021:

  • am 22.03. kam das Ergebnis unseres Ansprechpartners bei der HanseMerkur -> ohne Erschwernis
  • daraufhin Einreichen des Antrag am 22.03 mit Beginn zum 01.04.

Dienstag,  23. März 2021:

  • morgens um 09:00 Uhr ging alles vollständig an die HanseMerkur 
  • ein fehlendes Dokument musste vom Kunden noch nachgereicht werden

Donnerstag,  25. März 2021:

  • am 25.03 wurde der Vertrag angenommen
Kinder-Kfz-Versicherungen

Jahrelang haben wir uns selbst beschränkt: „Kinderkrankenversicherungen – und sonst nichts„. Das war die Parole, mit der wir unseren Kunden versprochen haben, sie nicht mit anderen Versicherungsarten zu belästigen. Viele Kunden haben das auch dankbar angenommen – sind sie es doch von Branchenkollegen gewohnt, nach einem harmlosen Abschluss einer kleinen Haftpflichtversicherungen ständig für andere Dinge kontaktiert zu werden: Da steht der freundliche Versicherungstreter plötzlich vor der Tür und hat eine Berufsunfähigkeitsversicherung in der Tasche. Einmal rein gelassen, findet er auf dem Sofa sitzend eine Menge weiterer unversicherter Risiken im Haushalt. Und neuerdings hat er auch noch Strom- und Gasverträge im Sortiment!

Dazu wollten wir immer einen Gegenpol bilden: Während andere alles haben, aber von nichts Ahnung, haben wir nur eins und dafür die maximale Expertise. Babys, Kinder – der Nachwuchs allgemein – und seine Krankenversicherung ist das, was wir bei Leni, Leon & den Luchsen können. Deswegen ist es uns nicht leicht gefallen, diesen Pfad zu verlassen und ein weiteres Geschäftsfeld zu eröffnen. Aber weil uns besorgte Kunden keine Ruhe gelassen haben und immer wieder um Hilfe gebeten haben, konnten wir uns nicht mehr erwehren:

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Krankenversicherung in Regenbogen-Familien

Ein aktueller Vorgang am Oberlandesgericht in Celle (Az. 21 UF 146/20) bringt Bewegung in ein Problem, das gleichgeschlechtliche Paare – vor allem gilt das für Frauen – bei der Krankenversicherung für Neugeborene betrifft: Während eine für gewöhnlich die leibliche Mutter ist, erlangt die andere erst mit Vollzug der Adoption den gleichen rechtlichen Status gegenüber dem Nachwuchs. Weil das aber in der Regel erheblich länger als zwei Monate dauert, kommt es immer wieder zu unnötigen Verzögerungen und bürokratischen Umwegen bei der Anmeldung der Babys zur Krankenversicherung. Konkret berührt das zwei Themenbereiche:

  1. Den Status im Bezug auf das Zugangsrecht zur Familienversicherung der GKV, also die Frage, ob das Kind privat oder gesetzlich versichert wird.
  2. Die Ausübung des Kontrahierungszwangs im Sinne des § 198 VVG, also die Kindernachversicherung beim elterlichen Versicherer ohne Gesundheitsprüfung, Leistungsausschlüsse und Risikozuschläge.
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Mit Beschluss von Bund und Ländern vom 5. Januar 2021 soll das bereits 2020 erweiterte Kinderkrankengeld auch in diesem Jahr länger gezahlt werden. Die Umsetzung ins Gesetz steht noch aus. Für Eltern ist der Anspruch jedoch nicht einfach zu erlangen.

Die Bundesregierung hat die „Kind-Krank-Tage“ für Arbeitnehmer coronabedingt auch für 2021 erhöht. Was bedeutet das für privat Versicherte und ihre Kinder?

Der Bund-Länder-Beschluss klingt zunächst positiv: Bis 10 Tage pro Kind, Jahr und Elternteil, 20 Tage bei Alleinerziehenden. Zur Betreuung des Nachwuchses bezahlt die gesetzliche Krankenkasse unter gewissen Umständen eine kleine Lohnfortzahlung – das Kinderkrankengeld. In diesem Jahr verdoppelt sich die Zahl der Tage.

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Im Jahr 2021 kostet es im Durchschnitt 200,54 Euro pro Monat, ein Kind freiwillig gesetzlich zu versichern – und damit 4,3 Prozent mehr als noch 2020. Da lag der durchschnittliche Beitrag noch bei 192,20 Euro.

Üblicherweise versichern Eltern ihren Nachwuchs nur dann freiwillig gesetzlich, wenn die Kinder wegen Vorerkrankungen nicht mehr in die private Kranken­versicherung aufgenommen werden können. Denn die besten PKV-Kindertarife ohne Selbstbehalt gibt es schon für etwa 180 Euro im Monat. Günstige private Krankenversicherungen für Kinder gibt es schon für um die 100 Euro, dann natürlich mit Selbstbehalten und niedrigerem Leistungsniveau.

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Geschäftsführer Markus Herrmann

Viele unverheiratete Paare überlegen zum Jahresende, auch aus steuerlichen Gründen zu heiraten. Wenn jedoch Kinder mit in die Ehe gebracht werden, kann die beitragsfreie Familienversicherung entfallen. Das führt zu hohen Kosten – und sorgt nicht selten für böse Überraschungen, wenn sich die gesetzliche Krankenversicherung erst nach über einem Jahr mit der Beitragsnachforderung meldet.

Das Problem:

Mit der Eheschließung endet in vielen Fällen automatisch die Beitragsfreiheit der Kinder in der gesetzlichen Krankenversicherung. Immer, wenn bei Verheirateten ein Elternteil nicht Mitglied der deutschen gesetzlichen Krankenkasse ist und mit dem höheren Einkommen von beiden über der Jahrsarbeitsentgeltgrenze liegt (im Jahr 2020: 62.550 Euro brutto), verlieren die Kinder das Zugangsrecht zur beitragsfreien Familienversicherung.

Die Bewertung:

Markus Herrmann, Experte für private Kinderkrankenversicherungen, rät dazu, im Vorfeld steuerliche Vorteile versus dem Entfallen der beitragsfreien Familienversicherung zu prüfen: „Pro Kind kommen beim Wegfall der Beitragsfreiheit rund 200 Euro im Monat zusammen. Häufig fordert die Krankenkasse bei mehreren Kindern so fünfstellige Beträge nach! Das frisst oft die steuerlichen Vorteile auf. Daher ist eine Hochzeit auf Empfehlung des Steuerberaters nicht immer die beste Wahl, denn viele Steuerberater beziehen die Krankenkasse nicht mit in die Betrachtung ein.“

Die Lösung:

Sollten sich die Partner trotzdem zur Heirat entschließen, ist die private Kinderkrankenversicherung eine Option. Diese kostet weniger und bietet bessere Leistungen als die freiwillige GKV für Kinder. Schon für 120 bis 160 Euro pro Monat gibt es sehr gute PKV-Kindertarife.

Diese und andere Tipps für Eltern finden Sie in dem Leitfaden „Die 14 teuersten Fehler bei der Kinderkrankenversicherung – und wie man sie vermeiden kann.“ (Download hier: https://www.kinder.versicherung/vollversicherung/leitfaden-die-teuersten-fehler-bei-der-kinderkrankenversicherung/)

Du, Sie, Herr Sebastian, ehh Lengries, ach.. was denn jetzt eigentlich? Wir stecken mitten im Wandel – und zwar in vielen Bereichen unseres Lebens. Darunter zählt auch die Ansprache unserer Kunden. Johanna (oder Frau Johanna – wie hättest Du / hätten Sie es denn gerne?) von Sipgate hat dazu einen Blogartikel verfasst, der dieses Thema auf den Punkt bringt. Sipgate nutzen wir bei Leni, Leon und die Luchse seit unseren Anfängen als Internet-Telefonanbieter und sind nach wie vor sehr zufrieden – genau wie mit dem Artikel zum Dutz-Thema. Da wir jedes Wort daraus genauso unterschreiben können, übernehmen wir den Artikel von Sipgates Website wortwörtlich:

„Wir duzen hier im Blog und in den sozialen Medien. Im Büro? Sowieso. Egal ob Kolleg:innen, Vorstände von DAX-Unternehmen, Journalist:innen oder Kund:innen. Dabei machen wir es von der Situation und den beteiligten Personen abhängig, ob wir das Duzen thematisieren, um Einverständnis bitten oder in ganz wenigen Ausnahmen eben doch darauf verzichten. Denn natürlich soll sich jeder wohl und respektiert fühlen. Das Angebot, sich zu duzen, hat tatsächlich noch niemand ausgeschlagen – und das bei weit über 10.000 Menschen, die unser Büro pro Jahr besuchen (b.c., before Corona, versteht sich). Wir sind immer wieder freudig überrascht, welche Wirkung so ein vermeintlich kleiner sprachlicher Twist haben kann. Da rückt die Form auf einmal in den Hintergrund und macht Platz für mehr Inhalt und Austausch auf Augenhöhe.

Warum siezt ihr dann überhaupt noch?

Erwischt: In Mails, auf Websites und auch am Telefon siezen wir als hinge unser Leben davon ab. Während bei unseren neueren Services satellite und CLINQ das Duzen von Anfang an Usus war, haben wir zum Start von sipgate team, sipgate basic und simquadrat (noch) aufs Sie gesetzt. Das jetzt umzudrehen und mehrere 100.000 Kund:innen von heute auf morgen ungefragt zu duzen, fühlt sich einfach nicht richtig an. Das war nicht der Deal, auf den man sich eingelassen hat. Und so darf selbstverständlich jeder der mag mit gutem Recht aufs Sie bestehen, ohne das begründen zu müssen. Wer in den letzten Tagen eine Mail von uns bekommen hat, hat vielleicht trotzdem schon gemerkt, dass wir auch beim Sie einen kleinen Schritt gewagt haben. Und zwar gen Norden, zum sogenannten Hamburger Sie. Wir verzichten bei der Begrüßung in Zukunft auf den Nachnamen und siezen im Anschluss herzlich hanseatisch. In der Praxis liest sich das dann in etwa so: „Hallo Johanna, wir haben den Punkt verstanden, kommen Sie langsam zum Ende.“ Mach ich. Aber vorher noch ein Angebot.

Gerne per Du

Dass wir dem Du gegenüber offen sind, sollte bis hierhin jedem klar geworden. Konkret heißt das: Wer uns duzen möchte, kann das ohne Vorankündigung oder Absprache jederzeit tun. Und wer duzt, wird zurückgeduzt, logisch. Dass es durch den Mix aus Du und Sie auch mal uneinheitlich werden kann, ist für uns okay. Wir hoffen, für euch auch. Und wie immer gilt: Lasst uns reden. Wir freuen uns auf eure Kommentare, Gedanken und Meinungen zur Duzdebatte.“

Dem können wir nichts mehr hinzufügen. Außer einem riesengroßen Dankeschön an die Kollegen von Sipgate bleibt nichts mehr zu sagen.

Restkostenabsicherung für Beamtenkinder (Dienstherr Nordrhein-Westfalen)

Die Problemstellung

Das Problem schien erst einmal sehr harmlos zu sein. Denn in dem U-Heft des Neugeborenen wurde in der U2, welche drei bis spätestens zehn Tage nach der Geburt stattfindet, eine Vierfingerfurche vermerkt. Jedoch kann dieses harmlose Problem bei der Versicherung zur Ablehnung führen.

Was ist eine Vierfingerfurche?

Die Vierfingerfurche ist eine Beugefurche in der Handfläche, die ohne Unterbrechung einmal quer über die Innenseite der Hand verläuft. Sie ist so lang wie die vier Finger vom Zeigefinger bis zum kleinen Finger. Einerseits kann das ein Indiz für eine genetische Veränderung, wie zum Beispiel der Trisomie 21, sein. Andererseits kann die Furche aber auch bei gesunden Babys auftreten und in dem Fall gar keine Bedeutung haben.

Die Ausgangslage und was wir geprüft haben

Die Ausgangslage war, dass der Vater des Kindes als Beamter in Nordrhein-Westfalen tätig ist und selbst eine Restkostenabsicherung bei der Signal Iduna hat.

Was ist eine Restkostenabsicherung überhaupt?

Die Restkostenversicherung ist eine private Zusatzversicherung. Diese deckt einen Teil der Kosten für die medizinische Behandlung Eures Kindes ab, die nicht durch die Rückerstattung abgedeckt sind.

Solch eine Zusatzversicherung kann von den Begünstigten, wie z.B. Berufssoldaten, Richtern oder Beamten, abgeschlossen werden. Aus diesem Grund wird der Satz für diese Versicherung oft auch als Hilfekostensatz oder Hilfszulagensatz bezeichnet. Diese Versicherung übernimmt für den Versicherten und seine mitversicherten Familienmitglieder einen Teil der Kosten für medizinisch notwendige Leistungen, die nicht durch die Rückerstattung abgedeckt sind. Dies liegt daran, dass je nach Bundesland nur die Kosten bis zu 80% oder 70% für die Ehepartner durch die Rückerstattung abgedeckt sind.

Mit einer Restkostenversicherung kann beispielsweise sichergestellt werden, dass man keine Eigenbeteiligung leisten muss, sondern die Zusatzversicherung die volle medizinisch notwendige Behandlung erstattet. Je nach Tarif kann die Restkostenversicherung ambulante und klinische Behandlung oder Zahnbehandlung abdecken.

Die Mutter ist in der gesetzlichen Krankenversicherung. Das erste Kind des Ehepaares wurde bereits über uns bei der Barmenia versichert. Damit waren die Eltern so zufrieden, dass sie auch das zweite Kind bei uns versichern wollten.

Alle U-Untersuchungen des zweiten Babys (U1 + U2) wurden ohne große Auffälligkeiten durchgeführt. Lediglich bei der U2 wurde eben vermerkt, dass das Kind mit einer Vierfingerfurche zur Welt kam. Aus diesem Grund hat die Barmenia eine anonyme Risikovoranfrage mit dem U-Heft veranlasst.

Was ist eine Risikovoranfrage?

Durch eine anonyme Risikovoranfrage kann man die Chancen auf eine Versicherung checken, ohne dabei das Risiko einzugehen, einen negativen Eintrag in der HIS-Wagnisdatei zu bekommen. In einer anonymen Risikovoranfrage tauschen Versicherungen Informationen über ihre Bestandskunden aus – anonym natürlich, wie der Name schon sagt.

Die Rückmeldung der Barmenia im Rahmen der anonymen Risikovoranfrage war folgendermaßen: Sofern die Vierfingerfurche kein krankhafter/pathologischer Bund ist, kann eine Versicherung ohne Erschwernis erfolgen. Aus diesem Grund wurde die Familie gebeten, zu bestätigen, dass die Vierfingerfurche keinen krankhaften Befund darstellt.

Unsere erste Tarifauswahl

Währenddessen habe ich der Familie einen Vergleich zusammengestellt. Da der Vater des Babys bei der Signal Iduna versichert ist, habe ich den Komfort (kleiner Tarif der Signal Iduna) und den Exklusiv, welcher auf den Komfort aufbaut, in in den Vergleich gepackt. Der Komfort ist ein Primärarzttarif mit Arzneimittel der Generika-Klausel. Generika sind sogenannte Nachahmerprodukte, die von Unternehmen nach Ablauf des Patentschutzes nachproduziert werden und unter einem anderen Namen verkauft werden dürfen. Dieser kleine Signal Iduna Tarif wird getoppt von seinem großen Bruder, dem Exklusivtarif. Hier hat man freie Arztwahl und im ambulanten sowie im stationären Bereich Top-Leistungen. In diesem Fall war es natürlich super, dass der Papa bei der Signal Iduna versichert ist, denn dann kann auch das Baby gleich dort aufgenommen werden. Ansonsten versichert die Signal Iduna Kinder erst ab dem vierten Lebensjahr. Ein weiterer Top-Tarif ist der von der Barmenia. Die Barmenia ist unser Top-Versicherer für Beamte, weil die auch im Kurbereich Top-Leistungen mit abbildet und dabei einen super Versicherungsschutz bietet. Die ARAG hat auch einen attraktiven Tarif, denn im ambulanten, Zahn- und stationären Bereich leistet diese über der Gebührenordnung und ist daher super gut für Kinder geeignet. Die HanseMerkur hat einen soliden Versicherungsschutz, allerdings auch ein paar Begrenzungen.

Signal IdunaSignal IdunaBarmeniaARAGHanseMerkur
TarifExklusivKomfortVB220U211A20
Monatsbeitrag40,13 €30,25€40,83 €38,66 €33,95 €
Jährlicher Selbstbehalt0 €
0 €
0 €0 €0 €

Am Ende wurde es – wie beim ersten Kind auch schon – die Barmenia. Im obigen Vergleich ist noch kein Krankenhaustagegeld in Höhe von 25 Euro mit drin, das haben wir in Nachhinein zusätzlich mit hinein gepackt. Dadurch erhöhte sich der Monatsbeitrag von 40,83 Euro auf 42,08 Euro.

Ende gut – Alles gut.

Das Baby wurde am 12.09.2020 geboren und innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt ist die Restkostenabsicherung abzuschließen. 

Die Eltern haben bestätigt, dass die Vierfingerfurche keinen behandlungsbedürftigen Befund darstellt. Dies wurde auf den Antragsunterlagen auch extra unter den Gesundheitsfragen vermerkt. Deshalb konnte das Baby problemlos über uns bei der Barmenia versichert werden.

Der zeitliche Ablauf

Freitag,  25. September 2020:

  • Erhalt des U-Hefts der Familie mit den Ergebnissen der U1 + U2-Untersuchung
  • Aussendung der Vergleiche
  •  Anonyme Risikovoranfrage bei der Barmenia über die Verticus

Mittwoch, 30. Juni 2020:

  • Rückmeldung der Verticus mit dem Votum der Barmenia (Bestätigung, dass Erkrankung kein krankhafter Befund benötigt)
  • Information von der Mutter über RVA-Ergebnis: Sie teilte gleich am 30.09.2020 mit, dass Sie bestätigen kann, dass Vier-Finger-Furche kein krankhafter Befund ist.
  • Antragsunterlagen wurden an die Familie raus gesendet.

Donnerstag, 01. Oktober 2020:

  • Antragsunterlagen kamen von der Familie ausgefüllt und unterschrieben zurück.
  • Antragsunterlagen wurden an Verticus weitergeleitet.

Mittwoch, 07. Oktober 2020:

  • Anforderung eines Pflegeversicherungsnachweis eines Elternteils von der Barmenia
  • Der PV-Nachweis wurde von Mutter am 07.10.2020 per E-Mail zurück geschickt. 

Donnerstag, 08. Oktober 2020:

  • Weiterleitung des PV-Nachweises an die Barmenia
  • Rückmeldung der Barmenia am 08.10.2020, dass der Antrag angenommen wurde

Resümee

Die Vierfingerfurche hat also nicht zur Ablehnung geführt, auch wenn es zwischendurch nicht mehr ganz sicher war, hat die Versicherungsgesellschaft das Kind ohne weitere Probleme angenommen. Von der Mutter konnte versichert werden, dass durch die Furche keine weiteren gesundheitlichen Beschwerden auftreten werden. Wenn Euer Kind also eine Vierfingerfurche ohne weitere Auffälligkeiten hat, ist das keine „Finger“bruch.

Kompletter Antrag innerhalb von 2 Tagen eingereicht

Was war die Ausgangslage?

Meine Kundin hat am 10. Juni das erste Mal mit uns Kontakt aufgenommen. Wir hatten gerade unseren wöchentlichen Jour Fixe, aber als die Anrufnotiz auf dem Bildschirm aufploppte und ich das Geburtsdatum des Kindes sah, unterbrach ich das Meeting, rief die Kundin umgehend an und erklärte ihr gleich unser Eltern-Cashback-System, denn wir waren in Eile.

Wir hatten den 10. Juni und das Kind war am 14. April geboren worden. Wir hatten also noch zwei Tage bis zum Fristende der Kindernachversicherung, um einen Versicherungsantrag einzureichen. Wenn alles glatt gehen sollte, musste der Antrag spätestens am Freitag Abend bei der Versicherungsgesellschaft sein, denn am Wochenende bearbeiten die Gesellschaften keine Anträge. Außerdem war der Donnerstag ein Feiertag. Es blieb also wirklich nur der Freitag übrig. Der Vater des Kindes ist bei der Signal Iduna privat versichert, verdiente aber unter der JAEG (=Jahresentgeltgrenze). Die Mutter ist in der gesetzlichen Krankenversicherung, in die sie auch das Kind mitversichern hätte können. Die Eltern entschieden sich jedoch, das Baby privat zu versichern, um als Privatpatient zum Arzt gehen zu können.

Das alles wäre natürlich unproblematischer gewesen, wenn es sich hierbei um eine einfache Kindernachversicherung beim Elternversicherer (mit Kurzformular) gehandelt hätte. Aber so einfach war es natürlich nicht.

Unsere erste Tarifauswahl

Als Erstes habe ich Frau Heinrich (Name geändert) einen Vergleich der drei kleinsten Signal-Tarife zukommen lassen, weil der Vater in einem Esprit-Tarif des Deutschen Rings versichert ist. Diese Mail ging sofort im Anschluss an das Telefonat zur Kundin. 30 Minuten später habe ich ihr zusätzlich noch einen Vergleich mit allen anderen Esprit-Tarifen vom Deutschen Ring zukommen lassen, welcher auch zur Signal Iduna gehört. 

Signal IdunaSignal IdunaSignal Iduna HanseMerkurHanseMerkur
TarifKomfort 1Komfort Plus 1ExklusivKVT500KVS1
Monatsbeitrag104,83 €
138,64 €
151,46 €
154,30 €136,41 €
Jährlicher Selbstbehalt240 €
240 €
0 €0 €0 €

Danach habe ich Frau Heinrich zusätzlich die Tarife KVS (KidsFit) und KVT (StartFit) der HanseMerkur vorgestellt und sie im gleichen Zug darum gebeten, mir das U-Heft des Babys zukommen zu lassen. Das U-Heft ist immer dringend notwendig, wenn das Kind in einem anderen Tarif als dem Elterntarif versichert werden soll. Denn in diesen Fällen ist eine Gesundheitsprüfung erforderlich. Hätten sich die Eltern für den Tarif des Vaters auch für ihr Kind entschieden, dann hätte der Elternversicherer das Kind aufgrund des Kontrahierungszwangs aufnehmen müssen. Dies stand jedoch nicht zur Debatte, da der Esprit MX kein guter Kindertarif für Babys ist. Denn er hat einen für Kinder recht hohen Selbstbehalt von 450 Euro. Warum das nicht sehr sinnvoll für Neugeborene ist, könnt Ihr hier nachlesen. Der Selbstbehalt gilt zwar nur für den ambulant Bereich. Der ist jedoch für Babys am wichtigsten. Zudem liegt der Monatsbeitrag bei ca. 128 Euro (und darin ist nur die Regelleistung und das Mehrbettzimmer im Krankenhaus abgedeckt).

Schaffen wir es bis zur Frist?

Es blieb spannend. Die Zeit rannte und natürlich war es enorm wichtig, dass das U-Heft ohne Bemerkungen oder Befunde war. Ansonsten würde das Baby nicht durch die Gesundheitsprüfung kommen und es würde keine andere Möglichkeit bleiben, als das Kind rückwirkend im Vatertarif zu versichern bis vom Arzt eine Bestätigung eintrifft. Diese muss die Gesundung des im U-Heft aufgeführten Gesundheitszustands bestätigen. Denn sonst wäre die Frist nicht eingehalten worden. Dadurch hätte das Baby bestenfalls erst zum 01.07.2020 in den Zieltarif wechseln können.

Fehlende Seiten im U-Heft

Da ohnehin kaum Zeit blieb, entstand natürlich noch zusätzlicher Druck dadurch, dass Frau Heinrich die Seiten 9-11 des U-Heftes nicht mitschickte. Aber immerhin wussten wir mittlerweile, welcher Tarif es werden sollte: der Komfort 1 der Signal Iduna. Am Freitag um 12:00 Uhr mittags schwankte die Kundin dann doch noch einmal zwischen dem Komfort 1 und dem Komfort Plus 1, weil Ihr die Erstattung der Reiseschutzimpfungen in den beiden Tarifen nicht ganz klar war. Nachdem ich Frau Heinrich zu beiden Tarifen die Auszüge aus den Bedingungen geschickt hatte, wurde es letztendlich doch der Komfort 1. Denn die Reiseschutzimpfungen wurden in beiden Tarifen abgedeckt.

Kurz vor knapp

Am Freitag Nachmittag hatte ich dann alle Daten beisammen – außer die fehlenden, aber sehr wichtigen Seiten des U-Hefts. Ich hatte die Versicherungsnummer, um eine Maklervollmacht zu beantragen, die in diesem Fall notwendig war. Dadurch ging die Vollmacht vom alten Makler der Familie auf uns über und Leni, Leon und die Luchse ist somit als bestandsführender Vermittler beim Versicherer hinterlegt. Außerdem hatte ich die Angaben der Eltern. Jedoch fehlte die Hausnummer, wie nach der Einreichung des Vertrags um 15:35 Uhr schnell klar wurde. Es wurde knapper und knapper. Doch um kurz vor zu knapp hatte ich nun endlich alle Unterlagen, inkl. der richtigen Hausnummer, beisammen und konnte um 16:01 Uhr alle Unterlagen final einreichen. Um 16:06 Uhr wurde der Antrag bestätigt und an die Gesellschaft weitergeleitet.

Am 15.06. wurde die PKV policiert und am 30.06 kam die Police von der Signal.

Der zeitliche Ablauf

Dieser Abschnitt fällt in diesem Fall sehr kurz aus, denn der Ablauf spielte sich an genau drei Tagen ab und war damit für alle Beteiligten, auch die Kundin, ein wahres Spektakel.

Mittwoch, 10. Juni 2020:

  • Erste Kontaktaufnahme
  • Telefonat
  • Aussendung der Vergleiche
  • Einforderung des U-Heftes

Freitag, 12. Juni 2020:

  • Endgültige Wahl des Tarifs
  • Erhalt aller Unterlagen
  • Einreichung des Antrags bei der Gesellschaft auf den letzten Drücker

Resümee

Wie Ihr lesen könnt, ist am Ende glücklicherweise noch alles gut gegangen. Wir bitten Euch jedoch – aus Stressgründen Eurer- und unsererseits – Euch schon früher mit der Krankenversicherung für Euer Baby zu beschäftigen als kurz vor Fristablauf. Am allerbesten wäre circa vier Monate vor der Geburt, denn damit sind wir sowohl im Falle von gesundheitlichen Schwierigkeiten als auch im Hinblick auf die einzuhaltenden Fristen auf der sicheren Seite.