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Krankenversicherung in Regenbogen-Familien

Ein aktueller Vorgang am Oberlandesgericht in Celle (Az. 21 UF 146/20) bringt Bewegung in ein Problem, das gleichgeschlechtliche Paare – vor allem gilt das für Frauen – bei der Krankenversicherung für Neugeborene betrifft: Während eine für gewöhnlich die leibliche Mutter ist, erlangt die andere erst mit Vollzug der Adoption den gleichen rechtlichen Status gegenüber dem Nachwuchs. Weil das aber in der Regel erheblich länger als zwei Monate dauert, kommt es immer wieder zu unnötigen Verzögerungen und bürokratischen Umwegen bei der Anmeldung der Babys zur Krankenversicherung. Konkret berührt das zwei Themenbereiche:

  1. Den Status im Bezug auf das Zugangsrecht zur Familienversicherung der GKV, also die Frage, ob das Kind privat oder gesetzlich versichert wird.
  2. Die Ausübung des Kontrahierungszwangs im Sinne des § 198 VVG, also die Kindernachversicherung beim elterlichen Versicherer ohne Gesundheitsprüfung, Leistungsausschlüsse und Risikozuschläge.
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