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Mit Beschluss von Bund und Ländern vom 5. Januar 2021 soll das bereits 2020 erweiterte Kinderkrankengeld auch in diesem Jahr länger gezahlt werden. Die Umsetzung ins Gesetz steht noch aus. Für Eltern ist der Anspruch jedoch nicht einfach zu erlangen.

Die Bundesregierung hat die „Kind-Krank-Tage“ für Arbeitnehmer coronabedingt auch für 2021 erhöht. Was bedeutet das für privat Versicherte und ihre Kinder?

Der Bund-Länder-Beschluss klingt zunächst positiv: Bis 10 Tage pro Kind, Jahr und Elternteil, 20 Tage bei Alleinerziehenden. Zur Betreuung des Nachwuchses bezahlt die gesetzliche Krankenkasse unter gewissen Umständen eine kleine Lohnfortzahlung – das Kinderkrankengeld. In diesem Jahr verdoppelt sich die Zahl der Tage.

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Restkostenabsicherung für Beamtenkinder (Dienstherr Nordrhein-Westfalen)

Die Problemstellung

Das Problem schien erst einmal sehr harmlos zu sein. Denn in dem U-Heft des Neugeborenen wurde in der U2, welche drei bis spätestens zehn Tage nach der Geburt stattfindet, eine Vierfingerfurche vermerkt. Jedoch kann dieses harmlose Problem bei der Versicherung zur Ablehnung führen.

Was ist eine Vierfingerfurche?

Die Vierfingerfurche ist eine Beugefurche in der Handfläche, die ohne Unterbrechung einmal quer über die Innenseite der Hand verläuft. Sie ist so lang wie die vier Finger vom Zeigefinger bis zum kleinen Finger. Einerseits kann das ein Indiz für eine genetische Veränderung, wie zum Beispiel der Trisomie 21, sein. Andererseits kann die Furche aber auch bei gesunden Babys auftreten und in dem Fall gar keine Bedeutung haben.

Die Ausgangslage und was wir geprüft haben

Die Ausgangslage war, dass der Vater des Kindes als Beamter in Nordrhein-Westfalen tätig ist und selbst eine Restkostenabsicherung bei der Signal Iduna hat.

Was ist eine Restkostenabsicherung überhaupt?

Die Restkostenversicherung ist eine private Zusatzversicherung. Diese deckt einen Teil der Kosten für die medizinische Behandlung Eures Kindes ab, die nicht durch die Rückerstattung abgedeckt sind.

Solch eine Zusatzversicherung kann von den Begünstigten, wie z.B. Berufssoldaten, Richtern oder Beamten, abgeschlossen werden. Aus diesem Grund wird der Satz für diese Versicherung oft auch als Hilfekostensatz oder Hilfszulagensatz bezeichnet. Diese Versicherung übernimmt für den Versicherten und seine mitversicherten Familienmitglieder einen Teil der Kosten für medizinisch notwendige Leistungen, die nicht durch die Rückerstattung abgedeckt sind. Dies liegt daran, dass je nach Bundesland nur die Kosten bis zu 80% oder 70% für die Ehepartner durch die Rückerstattung abgedeckt sind.

Mit einer Restkostenversicherung kann beispielsweise sichergestellt werden, dass man keine Eigenbeteiligung leisten muss, sondern die Zusatzversicherung die volle medizinisch notwendige Behandlung erstattet. Je nach Tarif kann die Restkostenversicherung ambulante und klinische Behandlung oder Zahnbehandlung abdecken.

Die Mutter ist in der gesetzlichen Krankenversicherung. Das erste Kind des Ehepaares wurde bereits über uns bei der Barmenia versichert. Damit waren die Eltern so zufrieden, dass sie auch das zweite Kind bei uns versichern wollten.

Alle U-Untersuchungen des zweiten Babys (U1 + U2) wurden ohne große Auffälligkeiten durchgeführt. Lediglich bei der U2 wurde eben vermerkt, dass das Kind mit einer Vierfingerfurche zur Welt kam. Aus diesem Grund hat die Barmenia eine anonyme Risikovoranfrage mit dem U-Heft veranlasst.

Was ist eine Risikovoranfrage?

Durch eine anonyme Risikovoranfrage kann man die Chancen auf eine Versicherung checken, ohne dabei das Risiko einzugehen, einen negativen Eintrag in der HIS-Wagnisdatei zu bekommen. In einer anonymen Risikovoranfrage tauschen Versicherungen Informationen über ihre Bestandskunden aus – anonym natürlich, wie der Name schon sagt.

Die Rückmeldung der Barmenia im Rahmen der anonymen Risikovoranfrage war folgendermaßen: Sofern die Vierfingerfurche kein krankhafter/pathologischer Bund ist, kann eine Versicherung ohne Erschwernis erfolgen. Aus diesem Grund wurde die Familie gebeten, zu bestätigen, dass die Vierfingerfurche keinen krankhaften Befund darstellt.

Unsere erste Tarifauswahl

Währenddessen habe ich der Familie einen Vergleich zusammengestellt. Da der Vater des Babys bei der Signal Iduna versichert ist, habe ich den Komfort (kleiner Tarif der Signal Iduna) und den Exklusiv, welcher auf den Komfort aufbaut, in in den Vergleich gepackt. Der Komfort ist ein Primärarzttarif mit Arzneimittel der Generika-Klausel. Generika sind sogenannte Nachahmerprodukte, die von Unternehmen nach Ablauf des Patentschutzes nachproduziert werden und unter einem anderen Namen verkauft werden dürfen. Dieser kleine Signal Iduna Tarif wird getoppt von seinem großen Bruder, dem Exklusivtarif. Hier hat man freie Arztwahl und im ambulanten sowie im stationären Bereich Top-Leistungen. In diesem Fall war es natürlich super, dass der Papa bei der Signal Iduna versichert ist, denn dann kann auch das Baby gleich dort aufgenommen werden. Ansonsten versichert die Signal Iduna Kinder erst ab dem vierten Lebensjahr. Ein weiterer Top-Tarif ist der von der Barmenia. Die Barmenia ist unser Top-Versicherer für Beamte, weil die auch im Kurbereich Top-Leistungen mit abbildet und dabei einen super Versicherungsschutz bietet. Die ARAG hat auch einen attraktiven Tarif, denn im ambulanten, Zahn- und stationären Bereich leistet diese über der Gebührenordnung und ist daher super gut für Kinder geeignet. Die HanseMerkur hat einen soliden Versicherungsschutz, allerdings auch ein paar Begrenzungen.

Signal IdunaSignal IdunaBarmeniaARAGHanseMerkur
TarifExklusivKomfortVB220U211A20
Monatsbeitrag40,13 €30,25€40,83 €38,66 €33,95 €
Jährlicher Selbstbehalt0 €
0 €
0 €0 €0 €

Am Ende wurde es – wie beim ersten Kind auch schon – die Barmenia. Im obigen Vergleich ist noch kein Krankenhaustagegeld in Höhe von 25 Euro mit drin, das haben wir in Nachhinein zusätzlich mit hinein gepackt. Dadurch erhöhte sich der Monatsbeitrag von 40,83 Euro auf 42,08 Euro.

Ende gut – Alles gut.

Das Baby wurde am 12.09.2020 geboren und innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt ist die Restkostenabsicherung abzuschließen. 

Die Eltern haben bestätigt, dass die Vierfingerfurche keinen behandlungsbedürftigen Befund darstellt. Dies wurde auf den Antragsunterlagen auch extra unter den Gesundheitsfragen vermerkt. Deshalb konnte das Baby problemlos über uns bei der Barmenia versichert werden.

Der zeitliche Ablauf

Freitag,  25. September 2020:

  • Erhalt des U-Hefts der Familie mit den Ergebnissen der U1 + U2-Untersuchung
  • Aussendung der Vergleiche
  •  Anonyme Risikovoranfrage bei der Barmenia über die Verticus

Mittwoch, 30. Juni 2020:

  • Rückmeldung der Verticus mit dem Votum der Barmenia (Bestätigung, dass Erkrankung kein krankhafter Befund benötigt)
  • Information von der Mutter über RVA-Ergebnis: Sie teilte gleich am 30.09.2020 mit, dass Sie bestätigen kann, dass Vier-Finger-Furche kein krankhafter Befund ist.
  • Antragsunterlagen wurden an die Familie raus gesendet.

Donnerstag, 01. Oktober 2020:

  • Antragsunterlagen kamen von der Familie ausgefüllt und unterschrieben zurück.
  • Antragsunterlagen wurden an Verticus weitergeleitet.

Mittwoch, 07. Oktober 2020:

  • Anforderung eines Pflegeversicherungsnachweis eines Elternteils von der Barmenia
  • Der PV-Nachweis wurde von Mutter am 07.10.2020 per E-Mail zurück geschickt. 

Donnerstag, 08. Oktober 2020:

  • Weiterleitung des PV-Nachweises an die Barmenia
  • Rückmeldung der Barmenia am 08.10.2020, dass der Antrag angenommen wurde

Resümee

Die Vierfingerfurche hat also nicht zur Ablehnung geführt, auch wenn es zwischendurch nicht mehr ganz sicher war, hat die Versicherungsgesellschaft das Kind ohne weitere Probleme angenommen. Von der Mutter konnte versichert werden, dass durch die Furche keine weiteren gesundheitlichen Beschwerden auftreten werden. Wenn Euer Kind also eine Vierfingerfurche ohne weitere Auffälligkeiten hat, ist das keine „Finger“bruch.

Kompletter Antrag innerhalb von 2 Tagen eingereicht

Was war die Ausgangslage?

Meine Kundin hat am 10. Juni das erste Mal mit uns Kontakt aufgenommen. Wir hatten gerade unseren wöchentlichen Jour Fixe, aber als die Anrufnotiz auf dem Bildschirm aufploppte und ich das Geburtsdatum des Kindes sah, unterbrach ich das Meeting, rief die Kundin umgehend an und erklärte ihr gleich unser Eltern-Cashback-System, denn wir waren in Eile.

Wir hatten den 10. Juni und das Kind war am 14. April geboren worden. Wir hatten also noch zwei Tage bis zum Fristende der Kindernachversicherung, um einen Versicherungsantrag einzureichen. Wenn alles glatt gehen sollte, musste der Antrag spätestens am Freitag Abend bei der Versicherungsgesellschaft sein, denn am Wochenende bearbeiten die Gesellschaften keine Anträge. Außerdem war der Donnerstag ein Feiertag. Es blieb also wirklich nur der Freitag übrig. Der Vater des Kindes ist bei der Signal Iduna privat versichert, verdiente aber unter der JAEG (=Jahresentgeltgrenze). Die Mutter ist in der gesetzlichen Krankenversicherung, in die sie auch das Kind mitversichern hätte können. Die Eltern entschieden sich jedoch, das Baby privat zu versichern, um als Privatpatient zum Arzt gehen zu können.

Das alles wäre natürlich unproblematischer gewesen, wenn es sich hierbei um eine einfache Kindernachversicherung beim Elternversicherer (mit Kurzformular) gehandelt hätte. Aber so einfach war es natürlich nicht.

Unsere erste Tarifauswahl

Als Erstes habe ich Frau Heinrich (Name geändert) einen Vergleich der drei kleinsten Signal-Tarife zukommen lassen, weil der Vater in einem Esprit-Tarif des Deutschen Rings versichert ist. Diese Mail ging sofort im Anschluss an das Telefonat zur Kundin. 30 Minuten später habe ich ihr zusätzlich noch einen Vergleich mit allen anderen Esprit-Tarifen vom Deutschen Ring zukommen lassen, welcher auch zur Signal Iduna gehört. 

Signal IdunaSignal IdunaSignal Iduna HanseMerkurHanseMerkur
TarifKomfort 1Komfort Plus 1ExklusivKVT500KVS1
Monatsbeitrag104,83 €
138,64 €
151,46 €
154,30 €136,41 €
Jährlicher Selbstbehalt240 €
240 €
0 €0 €0 €

Danach habe ich Frau Heinrich zusätzlich die Tarife KVS (KidsFit) und KVT (StartFit) der HanseMerkur vorgestellt und sie im gleichen Zug darum gebeten, mir das U-Heft des Babys zukommen zu lassen. Das U-Heft ist immer dringend notwendig, wenn das Kind in einem anderen Tarif als dem Elterntarif versichert werden soll. Denn in diesen Fällen ist eine Gesundheitsprüfung erforderlich. Hätten sich die Eltern für den Tarif des Vaters auch für ihr Kind entschieden, dann hätte der Elternversicherer das Kind aufgrund des Kontrahierungszwangs aufnehmen müssen. Dies stand jedoch nicht zur Debatte, da der Esprit MX kein guter Kindertarif für Babys ist. Denn er hat einen für Kinder recht hohen Selbstbehalt von 450 Euro. Warum das nicht sehr sinnvoll für Neugeborene ist, könnt Ihr hier nachlesen. Der Selbstbehalt gilt zwar nur für den ambulant Bereich. Der ist jedoch für Babys am wichtigsten. Zudem liegt der Monatsbeitrag bei ca. 128 Euro (und darin ist nur die Regelleistung und das Mehrbettzimmer im Krankenhaus abgedeckt).

Schaffen wir es bis zur Frist?

Es blieb spannend. Die Zeit rannte und natürlich war es enorm wichtig, dass das U-Heft ohne Bemerkungen oder Befunde war. Ansonsten würde das Baby nicht durch die Gesundheitsprüfung kommen und es würde keine andere Möglichkeit bleiben, als das Kind rückwirkend im Vatertarif zu versichern bis vom Arzt eine Bestätigung eintrifft. Diese muss die Gesundung des im U-Heft aufgeführten Gesundheitszustands bestätigen. Denn sonst wäre die Frist nicht eingehalten worden. Dadurch hätte das Baby bestenfalls erst zum 01.07.2020 in den Zieltarif wechseln können.

Fehlende Seiten im U-Heft

Da ohnehin kaum Zeit blieb, entstand natürlich noch zusätzlicher Druck dadurch, dass Frau Heinrich die Seiten 9-11 des U-Heftes nicht mitschickte. Aber immerhin wussten wir mittlerweile, welcher Tarif es werden sollte: der Komfort 1 der Signal Iduna. Am Freitag um 12:00 Uhr mittags schwankte die Kundin dann doch noch einmal zwischen dem Komfort 1 und dem Komfort Plus 1, weil Ihr die Erstattung der Reiseschutzimpfungen in den beiden Tarifen nicht ganz klar war. Nachdem ich Frau Heinrich zu beiden Tarifen die Auszüge aus den Bedingungen geschickt hatte, wurde es letztendlich doch der Komfort 1. Denn die Reiseschutzimpfungen wurden in beiden Tarifen abgedeckt.

Kurz vor knapp

Am Freitag Nachmittag hatte ich dann alle Daten beisammen – außer die fehlenden, aber sehr wichtigen Seiten des U-Hefts. Ich hatte die Versicherungsnummer, um eine Maklervollmacht zu beantragen, die in diesem Fall notwendig war. Dadurch ging die Vollmacht vom alten Makler der Familie auf uns über und Leni, Leon und die Luchse ist somit als bestandsführender Vermittler beim Versicherer hinterlegt. Außerdem hatte ich die Angaben der Eltern. Jedoch fehlte die Hausnummer, wie nach der Einreichung des Vertrags um 15:35 Uhr schnell klar wurde. Es wurde knapper und knapper. Doch um kurz vor zu knapp hatte ich nun endlich alle Unterlagen, inkl. der richtigen Hausnummer, beisammen und konnte um 16:01 Uhr alle Unterlagen final einreichen. Um 16:06 Uhr wurde der Antrag bestätigt und an die Gesellschaft weitergeleitet.

Am 15.06. wurde die PKV policiert und am 30.06 kam die Police von der Signal.

Der zeitliche Ablauf

Dieser Abschnitt fällt in diesem Fall sehr kurz aus, denn der Ablauf spielte sich an genau drei Tagen ab und war damit für alle Beteiligten, auch die Kundin, ein wahres Spektakel.

Mittwoch, 10. Juni 2020:

  • Erste Kontaktaufnahme
  • Telefonat
  • Aussendung der Vergleiche
  • Einforderung des U-Heftes

Freitag, 12. Juni 2020:

  • Endgültige Wahl des Tarifs
  • Erhalt aller Unterlagen
  • Einreichung des Antrags bei der Gesellschaft auf den letzten Drücker

Resümee

Wie Ihr lesen könnt, ist am Ende glücklicherweise noch alles gut gegangen. Wir bitten Euch jedoch – aus Stressgründen Eurer- und unsererseits – Euch schon früher mit der Krankenversicherung für Euer Baby zu beschäftigen als kurz vor Fristablauf. Am allerbesten wäre circa vier Monate vor der Geburt, denn damit sind wir sowohl im Falle von gesundheitlichen Schwierigkeiten als auch im Hinblick auf die einzuhaltenden Fristen auf der sicheren Seite.

Eine Anwartschaft auf Umwegen

Was ist eine Anwartschaft?

Wer vorübergehend aus der privaten Krankenversicherung austreten muss, kann eine Anwartschaftsversicherung abschließen. Damit wird die Versicherung nicht aufgelöst, sondern nur unterbrochen. 

In einem unserer Fälle bestand der Wunsch, das Baby ab der Geburt mit einer Anwartschaft zu versichern, die Vollkrankenversicherung allerdings erst mit der Heirat auszulösen.

Die Ausgangslage

Mit meinem Kunden hatte ich nur wenige Tage nach der Geburt des Kindes den Erstkontakt per Chat. Der Vater des Neugeborenen ist in der privaten Krankenversicherung, deshalb rechnen die Eltern auch damit, dass das Kind nach der Heirat gegebenenfalls in die private Krankenversicherung wechselt. Momentan kann das Baby noch bei der Mutter in der beitragsfreien Familienversicherung mitversichert sein. 

Der Vater ist aktuell bei der DKV Deutsche Krankenversicherung. Das Baby hat die ersten beiden Untersuchungen U1 und U2 bereits hinter sich. Aufgrund dessen habe ich eine Anwartschaft angeboten, um die private Krankenversicherung des Kindes ab der Heirat gültig zu machen.

Die Vorgabe des Kunden war es, keinen Luxustarif für mehr als 200 Euro pro Monat als private Kinderkrankenversicherung für sein Kind auszuwählen.

Am genauesten habe ich mich damit beschäftigt, dass das Kind gerade Neugeboren und deshalb noch unter zwei Monate alt ist. Im U-Heft gab es kurz nach der Geburt Einträge, zu denen jedoch das Attest vom Arzt schon nachgeliefert wurde. Nichtsdestotrotz musste aufgrund dessen eine Risikovoranfrage eingeleitet werden.

Die Eltern sind derzeit noch unverheiratet, was sich allerdings in naher Zukunft ändern wird.

Natürlich achte ich sehr sorgfältig auf unsere Kundenwünsche und habe mich an dessen Vorgabe gehalten. Diese war es einen Tarif zu finden, der gute Leistungen bietet, bei einem Monatsbeitrag von circa 160 Euro.

Unsere erste Tarifauswahl

DKVHanseMerkurBarmenia
TarifBMK/2KVT500+PSVEinsA expert3+
Monatsbeitrag169,22 €
154,30 €
164,83 €
Jährlicher Selbstbehalt400 €
(Amb., Stat., Zahn)
0 €
(nur Amb. & Zahn. // Stat. ohne SB)
600 €
(Amb., Stat., Zahn)

Das Missverständnis mit der Anwartschaft

Im weiteren Prozess habe ich die Vollkrankenversicherung erstmals gleich ab der Geburt beantragt, da die angebotene Anwartschaft von Seiten des Kunden nicht mehr im Raum stand.

Die Risikovoranfrage hierzu lief bereits, wegen der Einträge im U-Heft. Das Attest hierzu wurde – wie oben erwähnt – vom Arzt bereits nachgeliefert.

Gleich nach dem eingereichten Antrag für die Vollkrankenversicherung änderte der Kunde  dann doch seine Meinung hin zu der von mir angebotenen Anwartschaft. Daraufhin musste ich trotzdem auf die Annahme warten, um in der Folge auf Anwartschaft umstellen zu können. Dies war logischerweise leider mit einer gewissen Zeitverzögerung für den Kunden verbunden, aber konnte am Ende noch gut gelöst werden.

Die Anwartschaft ab Geburt konnte nur mit der Bestätigung der Versicherung des Kindes von der gesetzlichen Krankenversicherung in Kraft treten.

Die Entscheidung

Letztendlich entschied sich der Kunde für den KVT500+PSV der HanseMerkur, da dieser mit der Höhe des Beitrags und des Selbstbehaltes am ehesten den Wünschen des Kunden entsprach.

Der zeitliche Ablauf

Mittwoch, 01. Mai 2019:

Erstkontakt

Freitag, 24. Mai 2019:

Antrag gestellt

Dienstag, 28. Mai 2019:

Antrag angenommen (am selben Tag geht die Bestätigung der gesetzlichen Krankenversicherung an den Versicherer)

Donnerstag, 13. Juni 2019:

Angebot für Anwartschaft auf dem Weg zum Kunden

Montag, 10. Juli 2019:

Kunde bestätigt den Versand der Unterlagen zur Umstellung auf eine Anwartschaft zum Versicherer (Problem: Die Bestätigung zur Umstellung auf Anwartschaft wurde nicht vom Versicherer empfangen)

Mittwoch, 02. Oktober 2019:

Heirat der Kindseltern → Veranlassung der Umstellung auf eine Vollkrankenversicherung mit der Heiratsurkunde

Montag, 28. Oktober 2019:

Telefonische Bestätigung des Versicherers zur nachträglichen Umstellung zum 02.10.

Sonntag, 10. Januar 2020:

Erfolgreiche Bestätigung des Versicherers bezüglich der Umstellung zur Vollkrankenversicherung ab 02.10.

Sonntag, 17. Januar 2020:

Abrechnung des Tippgeber Cashbacks

Resümee

Sollte auch bei Euch ein Wunsch auf Anwartschaft bestehen, würden wir Euch bitten dies bitte vor Antragsstellung mit uns zu kommunizieren, das beschleunigt und vereinfacht den Prozess für alle Parteien.

Kindertarife Ihrer privaten Krankenversicherung

Im Frühjahr 2017 haben wir unser Modell der Provisionsteilung vereinfacht und erhöht: Von zuvor jeweils 50 Prozent der an uns ausgezahlten Provision sind wir auf pauschal 4 Monatsbeiträge des Kindertarifs umgestiegen. Eine aktuelle Studie des „VersicherungsJournals“ bestätigt diese Entscheidung. Weiterlesen

Kinderkrankenversicherungen und Kaffee: Das ist alles, was wir machen

Die Befreiung von der GKV-Pflicht ändert sich: Rentner und Studierende können sich nicht mehr so einfach privat versichern.

Viele junge Eltern, die sich zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung für ihr Baby entscheiden, stellen uns eine Frage: „Kommt mein Kind da später denn auch wieder raus?“
Die Frage ist von dem Vorurteil geleitet, das viele haben: Einmal privat, immer privat. Doch vor allem für Kinder ist eher das Gegenteil der Fall: Schon mit Aufnahme einer Berufsausbildung ist der Wechsel in die gesetzliche Krankenkasse ganz automatische Pflicht. Und auch bei Aufnahme eines Studiums geht das einfach. Eher der umgekehrte Weg wird immer schwieriger.

Studierende und die Krankenversicherung

Es hat seine Zeit gebraucht, bis das Urteil des Bundessozialgerichts vom 27. April 2016 (Aktenzeichen B12KR24/14R) seine Auswirkungen in die Praxis gefunden hat. Mittlerweile hat der GKV-Spitzenverband aber veröffentlicht, wie er den Richterspruch in konkrete Regelungen übersetzt.

Im Kern besagt das Urteil, dass sich nur noch von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen kann, wer unmittelbar zuvor nicht pflichtversichert war. Das betrifft einerseits Rentner, aber anderseits eben auch Studierende. So können beispielsweise Menschen, die unmittelbar nach einer Berufsausbildung oder sonstigen versicherungspflichtigen Beschäftigung das Studium aufnehmen, nicht mehr in die private Krankenvollversicherung wechseln. Der höherwertige Versicherungsschutz ist für sie über eine private Zusatzversicherung möglich.

Die Befreiung von der GKV-Pflicht ist also nur noch für Studierende möglich, die unmittelbar vor dem jetzigen beruflichen Status entweder

  • familienversichert oder
  • freiwillig gesetzlich versichert oder
  • privat vollversichert waren.

Der häufigste Fall dürfte wohl die Familienversicherung sein, also wenn man als Kind einer gesetzlich versicherten Familie ohne bisherige eigene Versicherungspflicht nach dem Abitur direkt das Studium aufnimmt. Die Rechtsgrundlage dafür: Endet die Familienversicherung und greift im Anschluss daran die Versicherungspflicht für Studierende (§ 5 Abs. 1 Nr. 9 SGB V), kann man sich von der Versicherungspflicht gemäß § 8 Abs. 1 Nr. 5 SGB V befreien lassen. Die gleiche Regelung gilt für vorher privat Vollversicherte.

Der Weg aus der Gesetzlichen

Doch auch freiwillig Versicherte mag es einige geben: Wer beispielsweise erst eine Ausbildung absolviert (und damit pflichtversichert ist) und dann vor Beginn des Studiums noch eine Weile eine Auszeit macht, auf Reisen geht etc. ist in dieser Zeit freiwillig gesetzlich versichert (§ 188 Absatz 4 SGB). Wer sich in der Zeit des Studiums also lieber privat krankenversichern will, kann auch in Zukunft noch den Umweg über eine Zeit in der freiwilligen Versicherung nehmen.

Update vom 22.02.2019

Gute Neuigkeiten – Wechsel in die PKV für Studierende wieder möglich

Das Bundessozialgericht hatte mit dem Urteil vom 27. April 2016 (Aktenzeichen B12KR24/14R) beschlossen, dass sich nur noch von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen kann, wer unmittelbar zuvor nicht pflichtversichert war.

Dies hatte zur Folge, dass eine Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung und somit eine private Versicherung nur noch möglich war, sofern unmittelbar zuvor eine

  • Familienversicherung oder
  • Freiwillige gesetzliche Versicherung oder
  • private Vollversicherung

bestand.

Jetzt hat der Gesetzgeber endlich reagiert und den § 8 Abs. 1 SGB V entsprechend ergänzt.

Das Recht auf Befreiung setzt nun nicht mehr voraus, dass der Antragsteller erstmals versicherungspflichtig wird.

Auch Studenten, die zuvor zum Beispiel aufgrund einer Beschäftigung pflichtversichert waren, können sich nun wieder von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung befreien lassen und in die private Krankenversicherung wechseln.

Workshop: Gesetzlich und privat - die richtige Krankenversicherung für's Kind

Selbstständige privat krankenversicherte Schwangere können aufatmen: Der Bundestag hat im Februar eine Krankentagegeldreform für werdende Mütter beschlossen.

Alles in unter 3 Minuten im Video erklärt:

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Eigentlich geht es in dem Beschluss vor allem um Hilfsmittel in der Pflege sowie um die Heilmittelerbringer, also Therapieberufe (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie). In vielen kleinen und größeren Details hat der Bundestag in der Plenarsitzung vom 16. Februar 2017 (Drucksache 18/11205) Missstände behoben, die aber vor allem gesetzlich Versicherte betreffen. Doch recht unscheinbar hat sich auch ein kleiner Paradigmenwechsel für die private Krankenversicherung eingeschlichen: Schwangerschaft und Wochenbett, die aus guten Gründen nicht als „Erkrankung“ gelten, berechtigen künftig trotzdem zum Bezug von Krankentagegeld!

UPDATE vom 24. Juli 2017 zum Inkrafttreten:
Das Gesetz wurde am 4. April 2017 ausgefertigt und am 10. April im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die entscheidende Neuregelung steht seitdem rechtsgültig hier im §192 Abs. 5 VVG:
„(5) Bei der Krankentagegeldversicherung ist der Versicherer verpflichtet, den als Folge von Krankheit oder Unfall durch Arbeitsunfähigkeit verursachten Verdienstausfall durch das vereinbarte Krankentagegeld zu ersetzen. Er ist außerdem verpflichtet, den Verdienstausfall, der während der Schutzfristen nach § 3 Absatz 2 und § 6 Absatz 1 des Mutterschutzgesetzes sowie am Entbindungstag entsteht, durch das vereinbarte Krankentagegeld zu ersetzen, soweit der versicherten Person kein anderweitiger angemessener Ersatz für den während dieser Zeit verursachten Verdienstausfall zusteht.“
Wenn Sie als werdende Mutter selbstständig sind und einen Krankentagegeldtarif abgeschlossen haben, muss Ihr Versicherer im Mutterschutz bezahlen, auch wenn das noch nicht in Ihren Vertragsbedingungen steht.

Privates Krankentagegeld jetzt auch im Mutterschutz

Dieses Gesetz sieht – in einfachen Worten – vor, dass werdende Mütter, die bisher mit ihrem privaten Krankenversicherungsvertrag ein Krankentagegeld mit versichert haben, frei entscheiden können, ob sie sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt weiter beruflich tätig sein oder stattdessen eine Kompensation für den Verdienstausfall bei ihrem privaten Krankentagegeld-Versicherer geltend machen wollen. Angestellte Frauen, denen ja bereits aus anderen Quellen Mutterschaftsgeld zusteht, sind davon ausgeschlossen.

Bisher war das für selbstständige privat versicherte Frauen nicht möglich, da Schwangerschaft und Geburt nicht als Krankheit gelten. Das hat dazu geführt, dass viele Mütter entweder rund um die Geburt weiter gearbeitet haben, für die Zeit an die eigenen Ersparnisse gehen mussten oder der Partner eingesprungen ist. Durchaus gängige Praxis war auch oft, dass ein Arzt des Vertrauens die werdende Mutter für die Krankentagegeldversicherung krank geschrieben hat. Diesen Tanz auf der Rasierklinge muss nun keiner mehr machen.

Diese Ungleichbehandlung gegenüber Arbeitnehmerinnen wird nun mit diesem Gesetz beseitigt. Aus Sicht der Versicherten ist das natürlich ein wirklicher Zugewinn an Versicherungsschutz in dieser Lebensphase! Unserer Meinung nach handelt es sich hier um eine wirklich sinnvolle Änderung des Versicherungsvertragsgesetzes.

Das „Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung“ (HHVG), das der Bundestag in zweiter und dritter Lesung beschlossen hat, soll laut Bundesgesundheitsministerium bereits „ganz überwiegend“ im März 2017 in Kraft treten. Anders als das Branchenmedium procontra in seiner Meldung behauptet, bedarf das Gesetz keiner Zustimmung des Bundesrates mehr.

Die Neuregelungen im Wortlaut

Der §192 VVG enthält nun im Absatz 5 diese ergänzende Regelung:

„Er ist außerdem verpflichtet, den Verdienstausfall, der während der Schutzfristen nach § 3 Absatz 2 und § 6 Absatz 1 des Mutterschutzgesetzes sowie am Entbindungstag entsteht, durch das vereinbarte Krankentagegeld zu ersetzen, soweit der versicherten Person kein anderweitiger angemessener Ersatz für den während dieser Zeit verursachten Verdienstausfall zusteht.“

Im Bericht der federführenden Abgeordneten heißt es zur Erläuterung:

„Mit der Ergänzung in § 192 Absatz 5 wird der Leistungsanspruch aus einer privaten Krankentagegeldversicherung für schwangere Versicherte und Wöchnerinnen ausgeweitet. Mit dem neuen Satz 2 erster Halbsatz wird ein Anspruch auf Krankentagegeld zur Kompensation eines Verdienstausfalls während der gesetzlichen Schutzfristen vor und nach der Entbindung sowie am Entbindungstag unabhängig vom Vorliegen einer Arbeitsunfähigkeit der Versicherten geschaffen. Der Anspruch besteht nur, soweit die Versicherte in den genannten Zeiträumen nicht oder nur eingeschränkt beruflich tätig ist und daher tatsächlich einen Verdienstausfall erleidet. Bei einem teilweisen Verdienstausfall besteht der Anspruch auf das vereinbarte Krankentagegeld anteilig.“

Zur Gleichbehandlung zwischen Selbstständigen und Arbeitnehmerinnen erklären Sie weiter:

„Arbeitnehmerinnen sind, unabhängig davon ob sie über eine private oder gesetzliche Krankenversicherung verfügen, während der gesetzlichen Schutzfristen nach dem MuSchG durch das Mutterschaftsgeld (§ 13 MuSchG) und den Arbeitgeberzuschuss (§ 14 MuSchG) finanziell abgesichert. Auf dieser Grundlage erhalten sie regelmäßig Zahlungen in Höhe eines Großteils ihres Arbeitseinkommens.“

Kosten im Vertrag:

Dann stellt sich jetzt nur noch die Frage: Wer bezahlt die Mehrkosten dafür? Werden Krankentagegeldversicherungen für Frauen zukünftig teurer?

Natürlich nicht! Denn spätestens mit Einführung der Unisex-Tarife ist mit einer geschlechterbezogenen Ungleichbehandlung Schluss. Die Mehrkosten werden auf das komplette Versichertenkollektiv umgelegt. Oder wie es die Politiker im Bundestag formulieren:

„Grundsätzlich hat dem Prinzip der risikogerechten Kalkulation folgend eine altersabhängige Kalkulation der Kopfschäden gemäß § 6 Absatz 1 zu erfolgen. Eine Ausnahme stellte bisher die Verteilung der Schwangerschaftsund Mutterschaftskosten gemäß § 27 Absatz 4 in den Tarifen dar, die bis zum 21. Dezember 2012 eingeführt wurden. So durften die Versicherer für diese Tarife die Schwangerschafts- und Mutterschaftskosten – die geschlechtsunabhängig zu verteilen sind – bereits auf einen größeren Altersbereich als denjenigen verteilen, in dem typischerweise Schwangerschaftskosten anfallen. Nunmehr wird mit den Neuregelungen in § 6 Absatz 4 sowie § 27 Absatz 4 Satz 5 für alle Tarife einheitlich festgelegt, dass die Kosten für Leistungen, die auf Grund des § 192 Absatz 5 Satz 2 VVG in der Krankentagegeldversicherung erbracht werden, auf sämtliche im jeweiligen Tarif versicherten Personen zu verteilen sind, und zwar gleichmäßig.

Update aus der Praxis: Nicht alle Versicherer kennen die Neuregelung

Immer wieder kommen auch im Jahr 2019 noch Eltern auf uns zu, die uns erklären, ihr Versicherer würde nicht leisten, weil Schwangerschaft keine Krankheit sei und Abweichendes sei so im Vertrag auch nicht ausdrücklich vorgesehen. Das ist offenbar ein Thema mangelhafter Fortbildung in den Schadensabteilungen der Versicherer. Auch wir schauen immer wieder in erstaunte Gesichter, wenn wir mit den Maklerbetreuern der Gesellschaften diesen Sachverhalt erörtern – um dann wenige Wochen später die Rückmeldung zu bekommen: „Sie haben Recht! Ich habe mit unserer Rechtsabteilung gesprochen und die haben das bestätigt. In der Schadensabteilung kannte das noch niemand!“

Lasst Euch also nicht entmutigen, falls der Versicherer den Antrag auf Zahlung des Krankentagegeldes erst einmal ablehnen sollte, und verweist auf die oben genannten neuen Paragraphen.

Beitragsfreistellung während der Elternzeit

Ein Thema, das eng mit dem Mutterschutz zusammenhängt, ist die Freistellung vom PKV-Beitrag während der Elternzeit. Während das bei gesetzlich Versicherten weitgehend automatisch geht, gibt es diese Option in der privaten Krankenversicherung nur in den Hochleistungstarifen guter Versicherer: Die AXA bietet das an (hat aber keine besonders wettbewerbsfähigen Kindertarife), die Signal Iduna hat ebenfalls eine solche Leistung und auch die Barmenia bietet Beitragsfreistellung während der Elternzeit – allerdings jeweils immer nur für den Versicherungsnehmer, der Elterngeld bezieht. Also in diesem Fall für die Mutter und nicht für das privat versicherte Kind.

Wir sind Experten (nur) für Kinderkrankenversicherungen und arbeiten unabhängig mit allen am deutschen Markt frei vermittelbaren Gesellschaften zusammen. Gern beraten wir Sie kostenlos am Telefon oder per E-Mail.

Kostenlose Beratung anfragen

Und wenn das Baby dann da ist: Wir melden es für Sie bei Ihrem Versicherer an und teilen die Abschlussprovision mit den Eltern: Mindestens 400 Euro Tippgeber-Cashback zahlen wir direkt aufs Konto.

Kindertarife Ihrer privaten Krankenversicherung

Man mag ja kaum daran denken oder den Gedanken laut aussprechen: Was ist, wenn das Kind nicht gesund ist?

Gar einen schweren Geburtsfehler oder eine erbliche Behinderung hat? Können wir uns die private Krankenversicherung dann überhaupt leisten? Oder lehnt die Versicherung unser Baby dann vielleicht sogar ab?

Die Antwort ist so einfach wie beruhigend: Das kann nicht passieren. Für Kinder gibt es einen gesetzlichen Kontrahierungszwang, also die Pflicht zu versichern. Ganz unabhängig von Anomalien, Gebrechen, Geburtsschäden oder Erbkrankheiten darf der Versicherer dafür keinerlei Zuschläge erheben oder Wartezeiten verlangen. Das bedeutet: Anders als bei Erwachsenen kostet jedes Kind im selben Tarif bei der selben Versicherungsgesellschaft gleich viel.

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PKV-Kindertarife: Kind anmelden

Wie können Stiefkinder versichert werden?

Grundsätzlich hat der Gesetzgeber für die beitragsfreie Familienversicherung folgendes festgelegt:

Kinder sind nicht in der beitragsfreien Familienversicherung versichert, wenn

  • der Ehegatte bzw. Lebenspartner (LPartG) des Mitglieds
  • der mit dem Kind verwandt (leibliche Kinder, Adoptivkinder) ist,
  • nicht Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist und
  • über ein monatliches Gesamteinkommen, das regelmäßig im Monat 1/12  der Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt, verfügt und
  • dieses Gesamteinkommen regelmäßig höher ist als das Gesamteinkommen des Mitglieds.

Da das Stiefkind mit dem Stiefvater oder der Stiefmutter im rechtlichen Sinne nicht verwandt ist, hat somit der Versicherungsschutz des Stiefvaters oder der Stiefmutter erst einmal keinen Einfluss auf die Familienversicherung des Stiefkindes. 

Was passiert mit der Familienversicherung des Stiefkindes bei Heirat?

Hierzu folgendes Fallbeispiel:

Die leibliche Mutter und der leibliche Vater des Kindes sind beide gesetzlich krankenversichert. Das gemeinsame Kind ist daher bei der Mutter beitragsfrei in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. 

Nun steht die Heirat der leiblichen Mutter mit dem Stiefvater des nicht gemeinsamen Kindes ins Haus. Der Stiefvater ist privat versichert. Was ist hierbei zu beachten?

Die Hochzeit alleine hat in diesem Fall keinerlei Auswirkung auf den Versicherungsschutz des nicht gemeinsamen Kindes. 

Somit verbleibt das nicht gemeinsame Kind auch weiterhin in der beitragsfreien Familienversicherung der leiblichen Mutter. Ausschlaggebend für den Versicherungsschutz des Kindes ist in diesem Fall lediglich der Versicherungsschutz der leiblichen Eltern!

Was passiert mit dem Versicherungsschutz des Kindes wenn der Stiefvater das Stiefkind adoptiert?

Mit der Adoption erlangt das Eltern-Kind-Verhältnis die gleiche rechtliche Stellung wie die eines ehelichen Kindes. 

Ab diesem Zeitpunkt liegt somit ein Verwandtschaftsverhältnis vor und es gelten daher für den Versicherungsschutz des Kindes dann die gleichen Voraussetzungen wie für leibliche Kinder.

Wann kann ein Stiefkind beim Stiefvater familienversichert werden?

Problematisch für den Versicherungsschutz des nicht gemeinsamen Kindes kann es bei der Hochzeit von der leiblichen Mutter mit dem Stiefvater nur werden, wenn die leibliche Mutter in diesem Fall nicht eigenständig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist und z. B. der leibliche Vater nicht bekannt ist. 

Eine Familienversicherung ist in dieser Konstellation weder bei der leiblichen Mutter, noch bei dem unbekannten Vater möglich. 

In diesem Fall kann das Stiefkind unter bestimmten Voraussetzungen auch beim gesetzlich versicherten Stiefvater beitragsfrei familienversichert werden. 

Bisher hatte hierfür von der gesetzlichen Krankenkasse immer eine Prüfung des sogenannten “überwiegenden Unterhaltes” zu erfolgen. Wurde dabei festgestellt, dass der Stiefvater das Stiefkind überwiegend unterhält, dann konnte eine Familienversicherung des Stiefkindes beim Stiefvater erfolgen. 

Durch das Terminservice- und Versorgungsgesetz vom 11.05.2019 (TSVG) wurde dieses Verfahren nun vereinfacht. 

Leben Stiefkind und Stiefelternteil in einem gemeinsamen Haushalt zusammen, dann ist keine besondere Prüfung des überwiegenden Unterhaltes mehr durchzuführen, sondern eine Familienversicherung des Stiefkindes über den Stiefelternteil möglich. 

Die Prüfung des überwiegenden Unterhaltes ist nur noch dann erforderlich, sofern das Stiefkind mit dem Stiefelternteil nicht im gemeinsamen Haushalt lebt. 

Was also tun?

  1. Vor der Hochzeit oder Adoption Gedanken machen! Danach ist es zu spät. Klären Sie daher bereits vor der Hochzeit ab, wie Ihr Kind danach versichert werden kann. Melden Sie sich gerne bei uns und wir zeigen Ihnen die Versicherungsmöglichkeiten für Ihr Kind auf!
  2. Beim Abschluss Geld sparen. Melden Sie das Kind über uns an und erhalten Sie die halbe Abschlussprovision als Cashback zurück. Aber beachten Sie: Anders als bei der Geburt eigener Kinder oder der Adoption ist Ihr privater Versicherer nicht verpflichtet, diese Kinder anzunehmen oder kann Zuschläge, Ausschlüsse oder Wartezeiten zur Bedingung machen. Die Suche nach einem geeigneten Versicherer kann eventuell aufwändiger werden. Wir erledigen das aber gern für Sie.
Christoph Huebner & Markus Herrmann

Darum geht es auf dieser Website: Sie versichern Ihr Kind ab Geburt bei Ihrer privaten Krankenversicherung und erhalten dafür die halbe Abschlussprovision. Das sind oft mindestens 400 Euro! Weiterlesen